Darmstadt unter staugeplagtesten Städten

Stau

Im Schnitt 47 Stunden haben Pendler in und um Darmstadt im vergangenen Jahr durch Stau verloren. Die Stadt liegt damit auf Platz 5. Auch die A3 bei Wiesbaden rangiert weit oben.

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Darmstadt/Wiesbaden. Darmstadt liegt nach Daten des Verkehrsdienstleisters Inrix auf Platz fünf der deutschen Städte mit den schwersten Staufolgen. Durch verstopfte Straßen in Stoßzeiten verloren Pendler dort im vergangenen Jahr im Schnitt 47 Stunden. Im Vergleich zum Vorjahr war das ein Anstieg von 31 Prozent.

Einer der staureichsten Autobahn-Abschnitte findet sich den Daten zufolge ebenfalls in Hessen: Auf der A3 zwischen Mönchhof-Dreieck und Wiesbaden/Niedernhausen verloren Pendler zur Stoßzeit 16 Uhr aufs Jahr gerechnet 30 Stunden - damit belegt der Abschnitt bundesweit Platz zehn. Im Städte-Stau-Ranking landet Wiesbaden mit Platz 48 allerdings deutlich außerhalb der Top Ten.

Berlin belegt Platz 1

Die drei staugeplagtesten Städte waren allesamt Metropolen: Berlin belegte den ersten Platz, gefolgt von München und Hamburg. Das Ranking erfasst den Gesamteinfluss von Staus im Verhältnis zur Bevölkerung. Beim durchschnittlichen Zeitverlust durch Staus lag München mit 74 Stunden vorne, es folgten Berlin (71 Stunden) und Hamburg (56 Stunden). Im internationalen Vergleich gab es derweil Städte mit deutlich schwereren Stauproblemen. In London (156 Stunden), Chicago (155 Stunden) und Paris (138 Stunden) war es demnach weit schlimmer.

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Nach der Corona-Pandemie sei der traditionelle Pendlerverkehr am Morgen und am späten Nachmittag zurückgekehrt, sagte Verkehrsanalyst Bob Pishue. Das Verkehrsaufkommen in Deutschland, gemessen in Fahrzeugkilometern an Wochentagen, stieg laut Inrix um 21 Prozent im Vergleich zu 2021 und lag damit acht Prozent über dem Niveau von 2019. Für die Studie wurden Stau- und Mobilitätsdaten in mehr als 1000 Städten in 50 Ländern ausgewertet.