Next Level: Eintracht will neues Kapitel aufschlagen

Axel Hellmann

Das fabelhafte Fußball-Jahr 2022 hat Eintracht Frankfurt abgehakt. Nun wollen die Hessen den erfolgreichen Weg fortsetzen und setzten sich keine sportlichen Grenzen.

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Frankfurt/Main (dpa/lhe) - . Europa-League-Gewinner Eintracht Frankfurt setzt sich nach einem der erfolgreichsten Jahre der Vereinsgeschichte keine sportlichen Grenzen. „2022 haben wir abgehakt und müssen wir auch abhaken, weil alle Karten 2023 neu gemischt werden“, sagte Axel Hellmann, Vorstandssprecher des Bundesligisten am Donnerstag bei der Jahresauftakt-Pressekonferenz. „Wir haben ein unglaubliches Jahr hingelegt, aber für das Gewesene kriegen wir jetzt nichts mehr. Nur noch für das, was kommt und wir erreichen können.“ Es müsse jetzt ein neues Kapitel aufschlagen werden.

Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche will auch kein Stillstand, sondern in der zweiten Saisonhälfte in drei Wettbewerben angreifen - und am Ende noch die Qualifikation für die Europacupsaison 2023/24 schaffen. „Wir wollen immer das Maximum erreichen, uns nach oben nicht begrenzen und uns weiterentwickeln“, bekräftigte er. „Es geht darum, das nächste Level zu erreichen. Es gibt immer Luft nach oben.“

Einfach wird es nicht, das Erreichte von 2022 zu verteidigen oder gar zu übertreffen. „Die Trauben hängen ja nicht niedriger, sondern sie hängen höher“, betonte Hellmann. Als Bundesligavierter starten die Hessen nach der Winterpause am Samstag gegen den Tabellenletzten FC Schalke 04. Danach folgen die schweren Auswärtspartien beim Liga-Zweiten SC Freiburg und Spitzenreiter Bayern München. Der SSC Neapel ist am 21. Februar im Hinspiel der Gegner in der Runde der letzten 16 Mannschaften der Königsklasse.

Die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner wird nach dem Glanzjahr 2022 mit mehr Gegenwind auf allen Fußballplätzen rechnen müssen. „Die Wahrnehmung von Eintracht Frankfurt hat sich national und international im letzten Jahr komplett verändert“, sagte Krösche. „Das bedeutet, dass die Gegner und Herausforderungen andere sind.“ Deshalb müsse bei der Eintracht noch akribischer und aufmerksamer gearbeitet werden, um den erreichten neuen Stellenwert zu bestätigen: „Das Wichtigste ist, nicht zufrieden zu sein.“

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Die ersten drei Bundesligaspiele könnten da schon zum Wegweiser werden, ob Anspruch und Wirklichkeit übereinstimmen. „Wir sind gut vorbereitet, doch die Vorbereitung kann Schall und Rauch sein. Es zählt in den drei Spielen, diese Eindrücke auf den Platz zu bringen“, sagte Krösche mit Bezug auf das Trainingslager in Dubai.

Personell können die Frankfurter auf allen Vereinsebenen - stand jetzt - auf Kontinuität bauen. Leistungsträger wie der französischen Stürmer-Senkrechtstarter Randal Kolo Muani, der japanische Mittelfeldlenker Daichi Kamada und Linksverteidiger Evan Ndicka haben bisher den internationalen Lockrufen widerstanden. Auch Erfolgscoach Glasner bekräftigte mehrmals, seinen bis 2024 datierten Vertrag erfüllen zu wollen. Und auch Vorstandsprecher Axel Hellmann, vor Weihnachten zum interimsmäßigen Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL) berufen, will dem von ihm in den vergangenen Jahren stark mitgeprägten Traditionsclub treu bleiben und den Doppeljob nicht ewig machen: „Ich bin ganz sicher bei der Eintracht verortet und werde sie nicht verlassen.“