Rhein: Menschen sollen Fechenheimer Wald friedlich verlassen

Hessischer Ministerpräsident Boris Rhein

Rhein: Menschen sollen Fechenheimer Wald friedlich verlassen

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Frankfurt/Main (dpa/lhe) - . Hessens Ministerpräsident Boris Rhein hat die Aktivistinnen und Aktivisten im Fechenheimer Wald aufgefordert, das Gebiet freiwillig und friedlich zu verlassen. Bei einem Besuch des Einsatzgebiets am Mittwoch appellierte der CDU-Politiker an die Demonstrantinnen und Demonstranten, „die Polizei ihre Arbeit machen zu lassen und dann die Rodungsarbeiten nicht weiter zu behindern“.

Mit einem Großeinsatz der Polizei hatte am Mittwochmorgen die Räumung des Waldstücks begonnen. Mehrere Menschen wurden von Beamten aus dem Gebiet getragen, wie eine dpa-Reporterin berichtete. Laut einem Sprecher, soll die Zahl der Aktivistinnen und Aktivisten im „niedrigen zweistelligen“ Bereich liegen.

„Die Entscheidungen, die zu dieser Maßnahme geführt haben, sind allesamt demokratisch gefallen. Aber nicht nur das, sie sind von unabhängigen Gerichten abgesichert und bestätigt worden und deswegen muss jetzt natürlich auch hier der Wald geräumt werden“, sagte der Ministerpräsident. Und: „Friedlicher Protest ist unserem Land nicht nur zulässig, sondern er ist erwünscht und trotzdem muss natürlich auch immer Aufmerksamkeit dafür vorhanden sein, dass friedlicher Protest auch friedlich bleibt.“

Hintergrund der Räumung ist der geplante Ausbau des Riederwaldtunnels im Fechenheimer Wald. Am Dienstag hatte der Hessische Verwaltungsgerichtshof entschieden, dass die Teilrodung des Waldes im Zuge des Ausbaus der A66 vorgenommen werden kann, nachdem ein Eilantrag der Naturfreunde Deutschlands nach einem Aufschub abgelehnt wurde.