Britische Corona-Mutation in Rheinland-Pfalz nachgewiesen

Eine Mitarbeiterin pipettiert in einem Labor Proben mit Verdacht auf Viren.  Symbolfoto: dpa

Laborbetreiber Bioscientia in Ingelheim hat bei seiner Suche nach Coronavirus-Mutationen Varianten aus Großbritannien und Südafrika entdeckt - auch in Proben aus Rheinland-Pfalz.

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RHEINLAND-PFALZ. Die rheinland-pfälzische Landesregierung bestätigt die Meldung der Laborfirma Bioscientia, dass – wie auch in zahlreichen anderen Bundesländern – nun in Rheinland-Pfalz Fälle der britischen Coronavirus-Variante (B.1.1.7) nachgewiesen wurden. Die Laborfirma untersucht seit dem 25. Januar ihre auf das Coronavirus positiv getesteten PCR-Proben auch auf das Vorliegen einer der Virusvarianten aus Großbritannien, Südafrika und Brasilien. Aufgrund der Screening-Untersuchungen mittels PCR fanden sich acht positive Ergebnisse, die der Variante aus Großbritannien zuzuordnen sind. Eine endgültige Bestätigung liegt erst nächste Woche vor, wenn bei den im Screening aufgefallenen Proben auch eine Vollsequenzierung der Viruserbsubstanz erfolgt ist. Über die Gesamtzahl der aus Rheinland-Pfalz untersuchten Proben konnte die Firma zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine Auskunft geben.

Bioscientia zufolge stammen alle acht Proben ausschließlich von Erwachsenen (die jüngste Person ist 24 Jahre alt) und sind keinem größeren Ausbruchsgeschehen zuzuordnen. Die Fälle seien gestern und heute den zuständigen Gesundheitsämtern auf elektronischem Weg gemeldet worden.

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In Rheinland-Pfalz sind derzeit mehrere Labore dabei, vor allem das Screening auf die drei genannten Coronavirus-Varianten sowie die Vollgenomsequenzierung zu intensivieren. Die Firma Bioscentia (Ingelheim) gibt eine Kapazität von ca. 1500 Vollgenomsequenzierungen pro Woche an. Darüber hinaus sind derzeit die Universitätsmedizin Mainz sowie weitere private Labor dabei, mit Hochdruck die Sequenzierung des Coronavirus zu etablieren. Das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz hat bereits die Screening-Untersuchung auf die drei genannten Virusvarianten etabliert und wird ab nächster Wochen alle mittels PCR positiv getesteten Proben zusätzlich auf die Coronavirus-Varianten screenen.

„Nun kommt es darauf an, das Infektionsgeschehen weiter einzudämmen, damit sich neue Varianten möglichst wenig verbreiten können“, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. In Rheinland-Pfalz wie bundesweit ist die Zahl der Neuinfektionen seit mehreren Wochen rückläufig.

Von red