Corona: Test-Drive-in bei Ikea in Wallau

Hofheims Bürgermeister Christian Vogt, Cathrin Scholz (Market Managerin IKEA Wallau), Frederic Lanz (Geschäftsführer Preventim) und Thorsten Kolar (Wirtschaftsförderer von Hofheim) treffen Vorbereitungen für die Eröffnung des Corona-Test-Drive-ins bei Ikea Wallau.          Foto: Preventim

Ab Donnerstag können sich Bürger in einem Drive-in auf dem Gelände von Ikea Wallau testen lassen. Ein zukunftsträchtiges Modell für den Einzelhandel oder nur eine Akutlösung?

Anzeige

WALLAU. Auf dem Außengelände von Ikea Wallau soll das Unternehmen Preventim ab diesen Donnerstag Teilöffnungen des Einzelhandels auch bei einer Inzidenz von mehr als 100 ermöglichen, indem es dort einen Corona-Test-Drive-in einrichtet.

Bis zu 1000 Corona-Schnelltests täglich möglich

Wie das Unternehmen mitteilt, könne Preventim mit einer professionellen Schnelltest-Infrastruktur bis zu 1000 Tests pro Tag machen. Über eine App erhielten Testpersonen 15 Minuten nach dem Abstrich ihr Ergebnis, ein Zertifikat in der App diene als Eintrittskarte in die umliegenden Geschäfte. In dem Gewerbegebiet am Wiesbadener Kreuz könnten weitere Handelsketten vom Vor-Ort-Service profitieren, so Preventim.

Anzeige

Wochentags von 6.30 bis 20 Uhr sowie am Samstag, Sonntag und feiertags von 8 bis 18 Uhr können sich Bürger laut Mitteilung kostenlos vor Ort testen lassen. Die Preventim-Mitarbeiter seien vom DRK geschult.

Wo kann man sich für den Test anmelden?

Und so geht‘s: Im Internet auf www.hofheim-testet.de melden sich Interessierte an, laden sich die App kostenlos auf ihr Handy, tragen relevante Daten einmalig auch für weitere Testungen ein, reservieren einen Termin und lassen sich vor Ort testen. Nach einer Viertelstunde bekommen die getesteten Personen das Ergebnis auf ihr Smartphone. Damit erhalten sie den digitalen Nachweis für den Zugang zu den Geschäften.

Modell der Zukunft für Öffnungsstrategien im Einzelhandel?

Kostenlosen Schnelltests komme im Rahmen der Öffnungsstrategie für den Einzelhandel eine immense Bedeutung zu. Die sogenannte Bundesnotbremse setzt bei einer Inzidenz zwischen 100 und 150 seit dem Wochenende für jeden Einkauf per „Click & Meet“ einen negativen Schnelltest voraus. „Durch die gesetzlichen Neuerungen auf Bundesebene ist das Thema gerade akut, aber auch bei niedrigen Inzidenzen ist unser Beispiel bei Ikea Wallau ein Modell für die Öffnungsstrategie der Zukunft“, sagt Frederic Lanz, Geschäftsführer von Preventim.

Anzeige

Darunter fielen kostenlose Bürgertests, ihre Durchführung direkt vor Ort, schnell verfügbare Testergebnisse mit entsprechenden Nachweisen und die volldigitale Abwicklung. Schon jetzt fragen sich laut Preventim weitere Unternehmen, ob das Modell wie bei Ikea Wallau auch ein Vorbild für ihre Öffnungsstrategie sein kann. Aktuell verhandele Lanz mit verschiedenen Partnern über ähnliche Testkonzepte zur Unterstützung der Öffnungsstrategie.

Weitere Corona-Test-Drive-ins in Flörsheim und Hattersheim

Während Preventim für die komplette Abwicklung sorge, stelle Ikea für die Teststrecken einen Teil seines Außengeländes kostenlos zur Verfügung. „Wir begrüßen die Initiative der Stadt Hofheim sehr, kostenlose Testcenter für möglichst viele Menschen in der Region einzurichten“, sagt Cathrin Scholz, Market Managerin bei Ikea Wallau. Das Angebot in Wallau ist laut Mitteilung bereits der dritte volldigitale Test-Drive-in binnen eines Monats in der Rhein-Main-Region. In Flörsheim und Hattersheim öffneten die ersten beiden Zentren von Preventim Anfang und Mitte April.

Vollständig Geimpfte indes sollen 14 Tage nach Verabreichung der zweiten Impfdosis rechtlich mit negativ-getesteten Personen gleichgestellt werden. So müssten sie beim Einkaufen keinen Negativ-Test mehr vorlegen.

Weitere Informationen gibt es im Internet auf der Homepage www.corona-pitstop.de.

Von der Redaktion