Erster Omikron-Fall in Darmstadt-Dieburg

Wie gefährlich ist die Omikron-Variante (B.1.1.529) des Coronavirus? Symbolfoto: dpa

Ein Reiserückkehrer aus Südafrika bringt die Corona-Virusvariante in den südhessischen Landkreis. Derzeit befindet sich die Person in häuslicher Absonderung.

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Darmstadt-Dieburg.Wie die Kreisverwaltung Darmstadt-Dieburg mitteilt, ist Omikron-Variante des Coronavirus erstmals nun auch im Landkreis nachgewiesen worden. Die betroffene Person sei „kurz nach der Rückreise aus Südafrika symptomatisch geworden“, wie es in einer Mitteilung heißt. Der positive Antigen-Schnelltest sei kurze Zeit später durch einen PCR-Test bestätigt worden. Die mit der neuen Variante infizierte Person stammt aus Groß-Umstadt, teilt der Kreis auf Anfrage dieser Zeitung mit. Und die Person habe einen „vollständigen Impfstatus“, erklärt Sprecher Stefan Weber.

Das gemeinsame Gesundheitsamt der Stadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg habe nach dem positiven PCR-Test die Sequenzierung der Probe in einem Referenzlabor veranlasst. Hier habe sich der Omikron-Verdacht bestätigt.

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Sowohl Patient als auch Kontaktpersonen befinden sich derzeit in häuslicher Absonderung, die sie nach Ablauf von 14 Tagen mit einem negativen PCR-Test wieder verlassen können. Dieser Absonderungszeitraum kann nicht durch Negativtestungen verkürzt werden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte die Virusvariante zuletzt als „besorgniserregend“ eingestuft. Die UN-Behörde betont aber, es sei noch unklar, wie sich Omikron auf den weiteren Pandemieverlauf auswirken werde.

Derzeit wird noch geforscht, ob die Impfstoffe auch gegen neue Variante des Virus schützen. Die Produzenten von Corona-Impfstoffen fahren bei Omikron zweigleisig: Sie prüfen, in welchem Maße das aktuelle Vakzin Schutz bietet, und arbeiten gleichzeitig an einem an die Variante angepassten Impfstoff (wir haben berichtet). Die Frage, ob die Person aus Groß-Umstadt wegen dieser Ungewissheit derzeit eine andere Behandlung erhalte als andere Corona-Infizierten, blieb aber unbeantwortet.

Der erste Fall der Omikron-Variante in Deutschland wurde Ende November in Deutschland festgestellt: Es handelte sich ebenfalls um einen Reiserückkehrer aus Südafrika, der in Frankfurt gelandet war.

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