Falsche Nichte erbeutet fünfstelligen Betrag

Die Polizei bittet niemals Geld an Personen zu überweisen, die Sie nicht persönlich kennen. Symbolfoto: dpa

Um seiner vermeintlichen Nichte zu helfen, hat ein über 90-jähriger Eschborner viel Geld an Betrüger verloren. Die Polizei warnt Senioren und deren Angehörige eindringlich.

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ESCHBORN. Mehrere Zehntausend Euro haben Kriminelle am Mittwoch in Eschborn bei einem über 90 Jahre alten Senior erbeutet. Wie die Polizei in einer Pressemitteilung berichtet, meldete sich zunächst gegen 11 Uhr eine Frau am Telefon und gab sich als Familienangehörige aus, die dringend eine größere Menge Bargeld für einen Immobilienkauf benötige. Der Senior ging auf den Wunsch seiner angeblichen Nichte ein und hob bei einer Bank den gewünschten, fünfstelligen Betrag ab. Nach weiteren Telefonaten mit der "Nichte" sowie einem Mann, welcher sich als Anwalt ausgab, erschien laut Polizeibericht gegen 13 Uhr ein etwa 45-jähriger und 1,85 Meter großer Täter an der Haustür des Seniors im Stadtteil Niederhöchstadt. Diesem übergab der Geschädigte die gesamte Geldsumme in einer weißen Plastiktüte. Der Täter hat ein mitteleuropäisches Aussehen, kurze dunkle Haare sowie eine sportliche Figur.

Die Kriminalpolizei der Polizeidirektion Main-Taunus hat die Ermittlungen übernommen und bittet Zeugen oder Hinweisgeber, sich unter Telefonnummer 06192-20790 zu melden.

Polizei gibt Verhaltenstipps

Die Polizei warnt erneut eindringlich vor dieser Masche und gibt folgende Hinweise, um nicht selbst Opfer eines Trickbetrügers zu werden:

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Wer ein solches Telefonat erhält, sollte unbedingt prüfen, ob er wirklich mit der Person spricht, für sich der Anrufer ausgibt. Dazu einfach die betreffende Person selbst unter den bekannten Telefonnummern zurückrufen.

Niemals fremden Personen Bargeld und Wertgegenstände überreichen.

Im Verdachtsfall mit einer Ihnen vertrauten Person oder dem Kundenberater des Geldinstitutes über den Vorfall sprechen.

Im Verdachtsfall sofort die Polizei über den Notruf 110 informieren.

Angehörige von älteren Menschen sollten ihre Angehörigen über diese Betrugsform informieren.