Frau in Trierer Hotel getötet - Fahndung nach 34-Jährigem

Wer kennt den Tatverdächtigen oder kann Hinweise zu seinem Aufenthaltsort geben?  Fotos: Polizei

Eine 38-jährige Frau aus der Ukraine ist in einem Hotel in Trier getötet worden. Nun wird europaweit nach dem 34-jährigen Tatverdächtigen gefahndet.

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TRIER. Nach dem gewaltsamen Tod einer Frau in einem Trierer Hotel fehlt von dem 34-jährigen Tatverdächtigen weiter jede Spur. Wie die Staatsanwaltschaft Trier am Donnerstag mitteilte, wurde gegen den Ukrainer namens Yosyp Haiosh ein europäischer Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des Totschlags erlassen. Nach dem Mann werde europaweit gefahndet. Das Opfer - eine 38-Jährige aus der Ukraine - war am Montag in einem Hotel in der Trierer Innenstadt tot gefunden worden.

Die Frau sei zusammen mit mehreren Familienangehörigen vor dem Krieg nach Deutschland geflüchtet. Nach den bisherigen Erkenntnissen sei sie am vergangenen Samstag (26. März) ohne Begleitung mit der Bahn von Merzig ins rheinland-pfälzische Trier gefahren. Dort habe sie den ihr bekannten 34-Jährigen getroffen, der zuletzt in Polen gelebt haben soll, hieß es. Warum es zu dem Treffen kam, war noch unklar.

Mit dem Zug nach Koblenz gefahren

In den Nachmittagsstunden hätten die beiden ein Zimmer in einem Hotel in der Trierer Innenstadt bezogen. Dort sei es zu der Tat gekommen. Danach habe der Tatverdächtige das Hotel verlassen und persönliche Gegenstände der Frau mitgenommen. Nach den bisherigen Erkenntnissen habe er gegen 20.30 Uhr am Hauptbahnhof den Regionalexpress von Trier nach Koblenz genutzt. Hier verliere sich seine Spur.

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Das Opfer war am Montag bei Reinigungsarbeiten des Hotelpersonals gefunden worden. Die Familienangehörigen, die sich im Saarland aufhielten, hatten die Frau am Sonntag bei der örtlichen Polizei als vermisst gemeldet. Die Ermittlungen zu Tathergang und -motiv dauern an. Hierzu können derzeit noch keine Auskünfte erteilt werden, um den Ermittlungserfolg nicht zu gefährden, hieß es. Bereits zuvor hatte der Staatsanwalt erklärt, dass nach den bisherigen Erkenntnissen von einer Beziehungstat auszugehen sei.

Von dpa