Hessische Theater bleiben bis Ostern geschlossen

Hessisches Staatstheater Wiesbaden Foto: Justus Hamberger/Simon Rauh

Die drei hessischen Staatstheater in Darmstadt, Kassel und Wiesbaden, das Landestheater Marburg und das Stadttheater Gießen bleiben wegen Corona bis Ostern geschlossen.

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WIESBADEN. Die drei hessischen Staatstheater in Darmstadt, Kassel und Wiesbaden, das Landestheater Marburg und das Stadttheater Gießen sollen laut Mitteilung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst ihren Spielbetrieb erst in der Osterwoche Anfang April wiederaufnehmen, „sofern es die Pandemielage zulässt“. Bisher galt, den Spielbetrieb bis mindestens Ende Januar ruhen zu lassen. Für das Mainzer Staatstheater gibt es nach Auskunft des Intendanten Markus Müller keinen konkreten Zeitrahmen für die Schließung. Für den Januar wurden jedoch alle Aufführungen vom Spielplan entfernt.

Pandemie bringt Verschärfung

„Das aktuelle Pandemiegeschehen bringt leider nicht die erhoffte Entspannung, sondern nach bisheriger Erkenntnis eine erneute Verschärfung. Daher war es mir wichtig, zusammen mit unseren Theatern ein Szenario zu erarbeiten, das der Situation Rechnung trägt und zugleich eine Perspektive gibt“, erklärt Hessens Kunstministerin Angela Dorn laut Mitteilung. „Neben der Vorbereitung für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs an Ostern wollen die Theater daher flexible Formate und zudem Angebote vor allem im Bereich des Schultheaters bereithalten, um damit kurzfristig einen eingeschränkten Spielplan ermöglichen, sollte die Pandemielage dies bereits vorab zulassen.“ Auf ein einheitliches Vorgehen habe man sich verständigt, „da für die Theater und ihre komplexen Betriebsabläufe längerfristige Pläne zwingend notwendig sind.“

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Proben- und Werkstättenbetrieb ruht bis Februar

Der Proben- und Werkstättenbetrieb soll in den fünf Theatern grundsätzlich bis mindestens Anfang Februar ruhen. Ausnahmen sollen im Ermessen der Intendanzen etwa für digitale Angebote möglich sein.

Kunstministerin Angela Dorn und die Intendanzen der fünf Bühnen wollen sich Ende Januar zum weiteren Vorgehen auf der Basis der dann aktuellen Entwicklungen verständigen. „Gerade die Kultur lebt vom direkten Kontakt zwischen Menschen. Das ist ihre große Qualität, das macht sie aber auch so verwundbar“, so Angela Dorn. „Die leeren Konzertsäle und Theater sind ein eindrückliches Zeichen für die großen Opfer, die uns die Pandemie abverlangt. Sie sind aber auch ein Beitrag dazu, die Gesundheit von Menschen zu schützen. Ich bin den Intendanzen der hessischen Theater daher für ihre Solidarität und die große Verantwortung, die sie damit auch als Arbeitgeber in einer öffentlichen Einrichtung übernehmen, außerordentlich dankbar.“

Von red