Initiative RhineCleanup nimmt den Main ins Programm auf

2018 organisierte die Initiative RhineCleanup ihre erste Aktion am Rhein. Unter anderem waren Helfer in Wiesbaden-Biebrich unterwegs. Archivfoto: RhineCleanup

Am 11. September soll am Rhein und seinen Zuflüssen wieder Müll gesammelt werden. Erstmals ist in diesem Jahr auch der Main dabei. Wie man mitmachen kann und was die Ziele sind.

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. Jährlich landen viele Millionen Tonnen Plastik in den Weltmeeren. Einiges davon gelangt über die Flüsse dorthin. Die gemeinnützige Initiative RhineCleanup hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Rhein und seine Zuflüsse von Müll zu befreien. Neben Rhein, Ruhr, Mosel und Lahn soll am Samstag, 11. September 2021, erstmals der Main mit in das Cleanup-Programm aufgenommen werden.

Um möglichst viele Kommunen und Gruppen für die Aktion zu gewinnen, haben Initiator Joachim Umbach und Flussbeauftragter Willi Kohlmann das Projekt in Seligenstadt vorgestellt. "Bei einem Spaziergang mit meiner Frau hat mich das hiesige Flussufer angesprochen", schildert Kohlmannn seine ersten Eindrücke der Mainstadt. Doch bei genauerem Hinsehen habe er auch dort Unrat bemerkt und deshalb die Stadt um die Austragung der Projektvorstellung gebeten. Denn so wie in Seligenstadt, sehe es flussaufwärts und -abwärts ähnlich aus.

Hauptmüllverursacher seien laut RhineCleanup-Organisatoren der Online-Handel und der durch Corona zugenommene Außer-Haus-Verkauf von Speisen. Weiteres Phänomen der Pandemie sei die Vermüllung durch Einwegmasken. "Das sieht nicht nur hässlich aus, sondern ist auch schrecklich für die Natur", sagt der Mainzer Willi Kohlmann sichtlich aufgebracht.

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Da nur knapp 18 Prozent des weltweiten Plastiks recycelt würden, möchten die Initiatoren mit den Cleanups möglichst viele freiwillige Helfer begeistern, mitzumachen. "Die Aktion dient nicht nur der Beseitigung von Müll, sondern soll auch zur Veränderung des Bewusstseins beitragen", sagt Kohlmann. Schließlich seien die Menschen der Umwelt etwas schuldig.

Der Main ist mit knapp 520 Kilometern Fließstrecke der längste rechte Nebenfluss des Rheins. Doch nicht nur der Uferbereich der Metropole Frankfurt ist dabei für Cleanups besonders interessant, auch die vielen kleineren Kommunen wie Seligenstadt und Flörsheim können einen entscheidenden Beitrag leisten.

2020: 320 Tonnen Müll gesammelt

Seit 2018 befreit die Initiative einmal im Jahr die Ufer des Rheins und seiner Zuflüsse von Müll. Bei der Aktion im vergangenen Jahr haben sich rund 40 000 Helfer beteiligt und 320 Tonnen Unrat gesammelt. Initiator Joachim Umbach ist zuversichtlich, dass sich der MainCleanup nahtlos ins Programm einreiht. "Die Erfolgsgeschichte soll sich nun am Main fortsetzen", sagt Ulmbach bei der Projektvorstellung in Seligenstadt begeistert. Als Ziel haben sich die Organisatoren 50 000 Teilnehmer gesetzt.

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Unterstützt wird der RhineCleanup von den Umweltministern aller Rheinanlieger-Bundesländer als Schirmherren. Partner für den MainCleanup sind bisher das Land Hessen, das Land Baden-Württemberg, das Land Bayern, die Messe Frankfurt, die Stadtverwaltung Frankfurt, das Unternehmen MainTank Wörth, die Deutsche Postcode Lotterie, der VRM-Verlag sowie Gruppen von freiwilligen Helfern.