Ist die Corona-Inzidenz in Hessen höher als gedacht?

23.03.2021, Baden-Württemberg, Allmersbach: Gebrauchte Corona-Schnelltests liegen in einem zum Testraum umfunktionierten Produktionsreinraum des Maschinenbauers Harro Höfliger in einem verschließbaren Abfallbehälter. Harro Höfliger testet bereits seit Dezember 2020 vereinzelt Mitarbeiter auf eine Infektion mit dem Coronavirus und will noch vor Ostern die bisherige Teststrategie durch den Einsatz von Selbsttests ausweiten. Foto: Marijan Murat/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ein fehlerhaftes Update der RKI-Software könnte dazu geführt haben, dass die Corona-Meldungen nicht richtig erfasst werden. Es könnte deutlich mehr Fälle geben.

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FRANKFURT. Die Corona-Fallzahlen in Hessen liegen möglicherweise höher als angegeben. Das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt hatte bereits vergangene Woche über Probleme bei der Übermittlung ans Robert Koch-Institut (RKI) berichtet. Diese Probleme waren laut Gesundheitsamt bis Mittwoch noch nicht behoben. Zuvor hatte die "Frankfurter Neue Presse" berichtet.

6.500 Meldungen Rückstand allein in Frankfurt

Grund sei ein fehlerbehaftetes Update der Übermittlungssoftware des RKI, sagte Gesundheitsamtssprecherin Wiebke Reimann. Dadurch sei es "seit einigen Tagen nicht möglich, alle Labormeldungen zügig einzulesen". Aktuell dürfte die Inzidenz in Frankfurt "vermutlich bei etwa 1700" liegen. Das RKI wies am Mittwoch für Frankfurt 1352,4 aus.

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Möglicherweise betreffen die Probleme auch andere Städte und Kreise. "Das Programm vom RKI läuft bei einigen Anwendungen und vielen gleichzeitigen Anwendern instabil", hieß es in Frankfurt. "Lange Lade- sowie Wartezeiten bei der Falleingabe sind die Folgen und die Bearbeitungszeit pro Fall wird dadurch erheblich erhöht." Allein in Frankfurt gebe es einen Rückstand von circa 6.500 Meldungen.

Von dpa