Mainbrücke wird fünf Wochen lang gesperrt

Von der Sperrung der Mainbrücke zwischen Gustavsburg und Kostheim sind auch Linienbusse betroffen. Foto: Ralph Keim

Am 20. Juni starten die Arbeiten an der Fahrbahndecke des Überwegs zwischen Gustavsburg und Kostheim. Das hat vor allem für Auto- und Lkw-Fahrer Konsequenzen.

Anzeige

GINSHEIM-GUSTAVSBURG. Die Umleitungsschilder sind bereits aufgestellt. Am 20. Juni geht es dann los: An diesem Montag beginnen die umfangreichen Arbeiten zur Instandsetzung der Fahrbahndecke der Mainbrücke zwischen Gustavsburg und Kostheim. Wie Hessen Mobil als zuständige Behörde auf Nachfrage mitteilte, soll die rund 460.000 Euro teure Sanierung, die sich ausschließlich auf Gustavsburger Seite abspielt, bis Ende Juli abgeschlossen sein. Bis dahin wird die Brücke ebenfalls ab 20. Juni allerdings gesperrt.

Die kombinierten Rad- und Gehwege auf beiden Seiten der Brücke sind von der Sperrung jedoch nicht betroffen. Radfahrer und Fußgänger können also auch während der Zeit der Bauarbeiten die wichtige Verbindung zwischen beiden Mainseiten nutzen.

Autofahrer und Lasterfahrer müssen jedoch Umwege und mehr Zeit einplanen. Wer von der Wiesbadener Seite aus nach Ginsheim-Gustavsburg beziehungsweise in den Kreis Groß-Gerau und umgekehrt unterwegs ist, ist gehalten, die A671 zu nehmen. Wer dennoch den Weg über die Kostheimer Hauptstraße Richtung Gustavsburg nimmt, wird ab dem 20. Juni an der Mainbrücke vorbeigeleitet und automatisch zur Anschlussstelle Hochheim geführt, um von dort aus den Main zu überqueren.

Anzeige

Problematisch kann es bei großen Lastern werden. Sollten sich deren Fahrer nicht an die großräumige Umleitung über die Hochheimer Straße halten, könnte es passieren, dass sie in der in manchen Bereichen engen Kostheimer Hauptstraße Richtung Hochheim nicht mehr weiterkommen. Die Folgen wären eine massive Verkehrsbehinderung mit entsprechenden Rückstaus.

Polizei überwacht Situation

Die Polizei wird daher ein besonderes Auge darauf haben, auch wenn die Zuständigkeit für die Regelung des Verkehrs bei der kommunalen Verkehrspolizei der Landeshauptstadt Wiesbaden liegt, wie Michaela Plock, Pressesprecherin im Polizeipräsidium Westhessen, betont. „Aber selbstverständlich werden die Kollegen des zweiten Polizeireviers im Rahmen der Streife die Situation vor Ort ebenfalls überwachen und gegebenenfalls einschreiten.“

Dass ortsunkundige Lasterfahrer während der Zeit der Sperrung mit ihren Brummis in Gustavsburg hängenbleiben und dort für ein Verkehrschaos sorgen, ist dagegen kaum zu erwarten. Sie müssten lediglich den nahe der Brücke gelegenen Kreisel einmal umrunden und könnten problemlos den Weg zurück nehmen.

Anzeige

Fahrbahndecke der Mainbrücke gleicht einem Flickenteppich

Entsprechend entspannt erwartet Bernd Hochstädter, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Südhessen, die Sperrung. „Dennoch werden wir die Verkehrssituation und mit der Baumaßnahme einhergehende Sperrungen im Rahmen der Streifentätigkeit überprüfen und ein Auge auf die Situation haben“, kündigte Hochstädter auf Nachfrage an.

Bereits jetzt gleicht die Fahrbahndecke der Mainbrücke einem Flickenteppich – besonders auf Gustavsburger Seite. Erst im Februar hatte ein großes Schlagloch für Aufsehen gesorgt. Nachdem sich besorgte Autofahrer telefonisch bei Hessen Mobil und bei der Polizei gemeldet hatten, war das suppentellertiefe Schlagloch kurzfristig geflickt worden. Auch dafür war eine Sperrung notwendig gewesen, wenn auch nur in der Nacht zu einem Sonntag und für nur wenige Stunden.

Mit der anstehenden Instandsetzung der Fahrbahn soll die „punktuelle Instandhaltung“ ein vorläufiges Ende haben. Auch die Brückenabdichtungen werden während der mehrwöchigen Sperrung erneuert. Doch dies sieht Hessen Mobil nur als Vorabmaßnahme. Denn im Sommer 2023 steht die Sanierung der kompletten Mainbrücke an.