Polizei kontrolliert Ausflugsziele in Südhessen

Im Darmstädter Herrngarten hat die Polizei kontrolliert. Foto: Guido Schiek

Die Polizei wird in den kommenden Tagen das Einhalten des Kontaktverbotes in Südhessen kontrollieren, um die Ausbreitung des Coronavirus weiterhin zu reduzieren.

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SÜDHESSEN. Ein schönes Wochenende steht vor der Tür, die hessischen Osterferien beginnen und viele Menschen werden sich fragen, was sie in Zeiten von Corona noch unternehmen können.

Picknick und Sonnen verboten

Trotz der frühlingshaften Temperaturen und des guten Wetters ist es derzeit verboten, sich längerfristig in Parkanlagen für ein Picknick oder zum Sonnen niederzulassen. Das teilt die Polizei am Freitagmittag mit. Gegen einen Spaziergang mit der Familie, Radfahren oder Joggen in gebührendem Abstand zueinander, hat die Polizei nichts einzuwenden.

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Die Polizei und die Mitarbeiter der Ordnungsämter werden verstärkt auf die Einhaltung der Regeln achten und konsequent auf Verstöße reagieren. Die Polizei hofft nach wie vor auf das Verständnis der Bürgerinnen und Bürger und würde sich freuen, wenn es keinen Anlass zu Ermahnungen oder weiteren polizeilichen Maßnahmen geben würde. Die Polizei steht zudem in engem Austausch mit den Kommunen, um beispielsweise Parkplätze beliebter Ausflugsziele, wie in Naherholungsgebieten oder im Bereich von Parkanlagen, für den Verkehr zu sperren. Dies betrifft unter anderem folgende Örtlichkeiten:

- Kornsand (Trebur) im Bereich der Fähre

- Landungsplatz (Rüsselsheim)

- Parkplatz am Marbachstausee (Erbach)

- Parkplatz Krähberg (Oberzent)

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- Gumpener Kreuz

- Erlensee (Bickenbach)

Weitere Bereiche werden durch die Kommunen gesperrt oder im Rahmen des Dienstes überprüft.

Die Polizei Hessen appelliert noch einmal eindringlich an alle: Die Ausbreitung des Coronavirus muss, so gut es geht, reduziert werden! Auch den Beamtinnen und Beamten sei bewusst, dass einem insbesondere bei tollem Wetter zu Hause die Decke auf den Kopf fälle. Es ist auch in Ordnung mit seinem Lebenspartner und dem Personenkreis, der im selben Hausstand lebt, spazieren zu gehen oder im Freien Sport zu treiben. Wichtig ist es aber unbedingt den Mindestabstand von

1,50 Meter zu anderen Menschen einzuhalten. Es geht in dieser Zeit nicht nur darum, die eigene Gesundheit, sondern insbesondere auch die der Risikogruppen zu schützen.

Nur wenn sich alle Menschen an die Vorschriften halten und diese Ziele erreicht wurden, können noch intensivere Maßnahmen verhindert werden. Jeder ist verantwortlich und muss somit seinen Beitrag leisten. Trotz des guten Wetters sollten alle weiterhin hauptsächlich zu Hause bleiben. Auch wenn es schwerfällt, muss sich jeder Einzelne unbedingt an die Verordnung der Hessischen Landesregierung zur Eindämmung des Coronavirus halten.

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Auf Fragen unserer Leser zu Ansteckungswegen und -risiken, zu Infektionswegen und Krankheitsverlauf haben wir Expertenwissen eingeholt. Die Antworten gibt es hier in einem ersten und hier in einem zweiten Teil.

Anteil der Risikogruppe

Besonders für ältere Menschen ist eine Ansteckung mit dem Coronavirus lebensgefährlich. Die folgende Karte zeigt den Anteil der Risikogruppe (Bevölkerung 65 Jahre und älter) an der Gesamtbevölkerung. Die aktuellsten Daten gibt es für das Jahr 2018. Mit dem Schieberegel können Sie in die Vergangenheit springen. Ein Klick auf den Play-Button lässt die Entwicklung seit 1960 automatisch abspielen.

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Die Entwicklung in Deutschland

Die folgenden Grafiken zeigen auf Basis der Daten des Johns Hopkins CSSE die Entwicklung der Coronavirus-Infektionen, der Genesungen und der Todesfälle in Deutschland.

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Von red