Polizei verhindert Anschlag in Frankfurt

Bei der Durchsuchung stellte die Polizei eine Vielzahl von Waffen sicher. Fotos: Polizeipräsidium Frankfurt

Die Frankfurter Polizei hat einen 53-jährigen Iren festgenommen, der für diesen Dienstag einen Anschlag angekündigt hatte.

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FRANKFURT. Polizei und Staatsanwaltschaft in Frankfurt haben nach eigenen Angaben einen angekündigten Anschlag verhindert. Wie nun bekannt wurde, war ein 53-jähriger Ire seit Längerem dadurch aufgefallen, dass er Schreiben mit wirren Inhalten an hessische Behörden versandt haben soll. Er beschwerte sich darin über angebliche Ungerechtigkeiten staatlicher Stellen und reicherte sie wahllos mit Zitaten aus Gesetzestexten an. Die in den Schreiben verwendeten Begriffe deuteten nach Polizeiangaben auf eine geistige Verwirrtheit und auf eine Nähe zur sogenannten "Reichsbürger- und Selbstverwalterszene" hin. Letzteres konnte jedoch nicht bestätigt werden. Am Montag, 12. Juli, verschärfte sich die Situation, als der Beschuldigte Schreiben an mehrere Behörden versandte, in denen er ankündigte, am Dienstag, 20. Juli, einen nicht näher konkretisierten Anschlag begehen zu wollen.

Verwahrlostes Gartengrundstück durchsucht

Die Ermittler machten ein Gartengrundstück im Norden Frankfurts aus, auf dem sich der Mann seit einiger Zeit aufhielt. Am Donnerstag, 15. Juli, wurde der 53-Jährige schließlich vorläufig festgenommen. Zudem wurde das weitläufige und verwahrloste Gelände am Freitag, 16. Juli, durchsucht. Auf ihm befanden sich demnach ein Bauwagen, mehrere Stahlcontainer und heruntergekommene Fahrzeuge. Bei der Durchsuchung wurden zahlreiche Gas- und Luftdruckwaffen sichergestellt sowie eine Armbrust, Dolche und Schwerter. Angesichts des sichergestellten Waffenarsenals gehen die Ermittler davon aus, eine mögliche Amok-Tat verhindert zu haben.

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Der Beschuldigte befindet sich wegen des Vorwurfs der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat in Untersuchungshaft.