Suche nach verschwundenem Känguru-Baby eingestellt

Das kleine weiße Känguru Mila (hier im Beutel seiner Mutter Monja) ist verschwunden. Foto: Zoo Kaiserslautern

Seit Mitte August wird das Känguru-Baby Mila aus dem Kaiserslauterer Zoo vermisst. Nach erfolgloser Suche hat die Polizei die Suche nun beendet.

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KAISERSLAUTERN. Die Polizei schließt die Ermittlungsakte zu dem vermissten Känguru-Baby Mila. Das seit 19. August 2020 aus dem Kaiserslauterer Zoo vermisste Tier ist bis heute nicht gefunden. Die Beamten ermittelten wegen des Verdachts des Diebstahls. Mehr als ein Dutzend Hinweise gingen bei der Polizei ein. Alle wurden überprüft, doch eine heiße Spur fand sich nicht darunter. Am 20. August 2020 wurde bei der Polizei in Kaiserslautern Anzeige erstattet. Der Kaiserslauterer Zoo vermisste seit dem Vortag ein weißes Känguru-Baby. Zoobesucher hatten das etwa 30 Zentimeter große Känguru-Baby mit seiner Mutter in einer Herde weiterer Kängurus am Vormittag noch gesehen. Am Abend stellte eine Tierpflegerin fest, dass Mila verschwunden war. Der Wert des Tiers wird auf mindestens 1.000 Euro geschätzt. Noch am Abend des Verschwindens und in den nächsten Wochen suchten Mitarbeiter des Zoos, Einsatzkräfte der Polizei und Freiwillige nach dem Känguru-Baby.

Auch in Zirkusbetrieben keine Spur

Aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland gingen Hinweise auf Zirkusbetriebe und Zoos bei der Polizei ein. Zeugen hatten dort weiße Kängurus gesichtet, doch Mila war nicht dabei. Das weiße Känguru in einem niederländischen Zoo entpuppte sich als Lama. Der Tierkadaver auf einem Acker bei Alzey war ein toter Hase. Eine Frau aus Niedersachsen hatte eigens eine Hellseherin mit der Suche nach dem Känguru-Baby beauftragt. Auch diese Spur: kalt. Kurz nach dem Verschwinden von Mila ging der Hinweis von einer Fahrradfahrerin ein: Sie habe das Tier zwischen Kaiserslautern-Einsiedlerhof und Kindsbach gesehen. Alle Suchmaßnahmen verliefen erfolglos.

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Welches Schicksal das Känguru-Baby erfahren hat, konnte nicht geklärt werden. Konkrete Hinweise auf einen Diebstahl konnten nicht erlangt werden, ebenso wenig wie darauf, dass Mila einem Wildtier zum Opfer gefallen sein könnte. Alles ist möglich. Die Polizei hat nunmehr die Ermittlungen abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern hat das Verfahren wegen des Verdachts des Diebstahls eingestellt. Sollten sich neue Hinweise auf den Verbleib des Känguru-Babys ergeben, werden die Ermittlungen wiederaufgenommen.

Von red