Tödlicher SUV-Unfall - Fahrer vermutlich zu schnell

Ein zerstörter PKW steht nach einem Unfall im Frankfurter Ostend. Bei einer tödlichen Kollision in Frankfurt/Main hat der SUV mehrere Menschen erfasst. Zwei davon seien an ihren Verletzungen gestorben, wie ein Polizeisprecher am Samstagabend sagte. Insgesamt seien zwei Fußgänger und ein Radfahrer am Samstagnachmittag von dem Auto erfasst worden.  Foto: Silas Stein/dpa

Kein Autorennen, kein Anschlag - sehr wahrscheinlich zu schnell sei der SUV-Fahrer unterwegs gewesen, der bei einem Unfall in Frankfurt zwei Menschen tödlich verletzt hat.

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FRANKFURT. Wilde Spekulationen kursierten durch die sozialen Medien, nachdem am Samstagnachmittag bei einem tödlichen Verkehrsunfall im Frankfurter Ostend zwei Menschen ums Leben gekommen waren. Inzwischen steht fest: Es handelte sich weder um einen Anschlag noch um ein illegales Autorennen, so ein Sprecher der Polizei Frankfurt.

Ein 38-jähriger SUV-Fahrer hatte wegen überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle über seinen Wagen verloren und war in eine Hauswand gekracht. Dabei überfuhr er auf dem Bürgersteig zwei Passanten und einen Fahrradkurier, die zunächst schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert wurden.

Eine Frau ist schwer verletzt

Dort verstarben der 27-jährige Fahrradkurier aus Frankfurt sowie ein 61-Jähriger aus dem Ostalbkreis. Es war zunächst fälschlicherweise von einem 62-Jährigen und einem 28-Jährigen berichtet worden. Auch das dritte Opfer, eine 31-jährige Frau, kommt aus Frankfurt. Sie liegt schwer verletzt im Krankenhaus.

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Der 38-jährige Unfallverursacher, der ebenfalls aus Frankfurt kommt, trug nur leichte Verletzungen davon. Hinweise auf Alkohol und andere Drogen gibt es laut Polizeisprecher nicht – die Testergebnisse seien negativ gewesen. Der Führerschein des Unfallverursachers wurde sichergestellt. Der SUV-Fahrer war mit seinem Wagen, einem BMW X 6, auf der Oskar-von-Miller-Straße unterwegs aus Richtung Sonnemannstraße kommend. In einer Linkskurve kam er von der Fahrbahn ab und prallte gegen eine Hauswand.

Empörung in den sozialen Medien

Der Fahrer hatte zuvor an einer Ampel gestanden und war mit Vollgas losgefahren. Nachdem er sein Auto stark beschleunigt hatte, kam er nach rechts von der Fahrbahn ab und geriet dort auf den Bürgersteig.

In den sozialen Medien ist erneut die Debatte über die Gefahren durch schwere Sportgeländewagen (SUV) entbrannt. Bereits im September 2019 hatte es einen ähnlichen schweren Unfall in Berlin gegeben.

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Damals war ein Porsche Macan in der Hauptstadt auf die Gegenfahrbahn gekommen, hatte eine Ampel gerammt und dann ungebremst mit über 100 Stundenkilometern vier Menschen überfahren und getötet, darunter einen Dreijährigen. Danach waren Stimmen laut geworden, die Obergrenzen für große SUV in den Innenstädten verlangten.