Transporter stürzt von A3-Brücke in die Tiefe

Per Rettungshubschrauber wurde der Fahrer der verunglückten Kleintransporters in ein Krankenhaus gebracht. Foto: Feuerwehr Wiesbaden

Ein Transporter ist am Mittwoch von der A3 bei Auringen abgekommen. Über mehrere Meter rutschte das Fahrzeug dann auf dem Dach in die Tiefe.

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WIESBADEN. Am späten Mittwochvormittag ist es auf der Autobahn 3 zwischen der Raststätte Medenbach und der Anschlussstelle Niedernhausen zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Das haben Feuerwehr und Autobahnpolizei am Mittwoch mitgeteilt. Ein Kleintransporter mit Pritsche kam demnach gegen 11.18 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache auf Höhe Auringen von der Fahrbahn ab. Wie die Polizei in ihrer Pressemitteilung berichtet, fuhr der 28-jährige Fahrer mit seinem Fahrzeug in der Folge auf die dort beginnende Schutzplanke auf. Der Transporter kippte von dort nach rechts auf das Fahrzeugdach. Da an dieser Stelle neben der Autobahn ein Tal liegt, rutschte das Auto auf dem Dach über steiles Gefälle durch die Böschung hinab. Die Polizei spricht dabei von zehn Höhenmetern, die Feuerwehr von etwa 20. Über einem Bachlauf blieb der Transporter dann liegen.

Der Transporter kam nach seinem Absturz in der Böschung unterhalb der A3 zum liegen. Foto: Feuerwehr Wiesbaden
Der Transporter kam nach seinem Absturz in der Böschung unterhalb der A3 zum liegen. (© Feuerwehr Wiesbaden)

Auch an anderer Stelle gehen die Meldungen von Feuerwehr und Polizei auseinander: Einig sind sie sich noch darin, dass sich der 28-jährige Fahrer, der sich alleine im Fahrzeug befand, aus eigener Kraft aus dem Fahrzeugwrack retten konnte. Laut Feuerwehr blieb er dann schwer verletzt in der Nähe seines Fahrzeugs liegen. Die Autobahnpolizei korrigierte diese Angabe später: Demnach stand der Mann beim Eintreffen der Streife neben seinem Fahrzeug und war "nach eigenen Angaben wie durch ein Wunder unverletzt" geblieben.

Fahrer mit Rettungshubschrauber abtransportiert

Die Kräfte des Rettungsdienstes und der Feuerwehr hatten sich zuvor nach ihrem Eintreffen einen Weg die steile Autobahnböschung hinunter, um den Mann zu versorgen. Die Feuerwehr brachte zudem Leinen an, um den Abstieg weiterer Kräfte zu sichern und Gerätschaften nach unten zu transportieren.

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Aufgrund der kaum zugänglichen Stelle und des total zerstörten Fahrzeugs wurde ein Rettungshubschrauber eingesetzt. Dieser landete im Tal und nahm den 28-Jährigen mit ins nächstgelegene Krankenhaus.

Wie die Polizei mitteilt, mussten an der Unfallstelle zwei der drei Fahrstreifen für über eine Stunde gesperrt werden. Es entstand ein Stau von mehr als zehn Kilometern Länge. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden, der sich aus den Schäden an Fahrzeug und an Autobahn sowie aus Flurschäden zusammensetzt, auf etwa 40.000 Euro.

Die Feuerwehr Wiesbaden hatte zunächst vermeldet, dass der Unfall sich bereits am Montag ereignet hat. Das wurde später durch die Polizei richtiggestellt.