Unfall in Niedernhausen: Dreijährige tödlich verletzt

Ein drei Jahre altes Mädchen ist am Mittwoch bei einem Unfall ums Leben gekommen.  5vision.media

Ein dreijähriges Mädchen ist im südhessischen Fischbachtal von einem Kleintransporter angefahren worden. Das Mädchen erlag den schweren Verletzungen.

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NIEDERNHAUSEN. Ein tragischer Unfall hat sich am Mittwochmittag gegen 13 Uhr im Wiesenpfad in Niedernhausen ereignet, bei dem ein dreijähriges Mädchen tödlich verletzt wurde. Wie die Polizei mitteilt, übersah der 23-jährige Paketfahrer eines Kleintransporters nach derzeitigem Kenntnisstand das Mädchen beim Rückwärtsfahren. Sofort herbeigeeilte Rettungskräfte haben das Mädchen noch reanimiert. Letztlich erlag die Dreijährige ihren schweren Verletzungen noch an der Unfallstelle vor der Kita Wiesenpfadflöhe.

Fischbachtals Bürgermeister Philipp Thoma (SPD) war kurz nach dem Unfall vor Ort, sein älterer Sohn geht ebenfalls in den Kindergarten, in eine Parallel-Gruppe. „Es haben sich dramatische Szenen abgespielt, durch das große Aufgebot an Einsatzkräften von Feuerwehr, Polizei und vor allem durch den Rettungshubschrauber hat sich die Nachricht auch rasend schnell in unserem kleinen Ort herumgesprochen“, sagt er.

Notfallseelsorger im Einsatz

Notfallseelsorger seien im Einsatz gewesen und haben die Eltern des getöteten Mädchens im Feuerwehrhaus betreut, wo auch die Dreijährige aufgebahrt war. Der ganze Ort sei völlig geschockt, so Thoma. „Ein so furchtbares Ereignis zwei Tage vor Weihnachten ist an Dramatik nicht mehr zu überbieten und zeigt, dass nichts selbstverständlich ist und ein kurzer Moment das Leben verändern kann.“ Ein Bild, das er nicht vergessen werde, sei das Fahrrad der Dreijährigen, das noch am Unfallort lag, als Thoma dort eintraf. „Wir sind in Gedanken bei der Familie des Mädchens, die jetzt Schreckliches durchmacht“, betont er.

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Wie genau es zum Zusammenstoß kam, muss nach Polizeiangaben noch geprüft werden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Darmstadt werde zur Klärung der Unfallursache ein Gutachter hinzugezogen. Für die Unfallaufnahme wurde der dortige Bereich abgesperrt. Der Fahrer sei ebenfalls psychologisch betreut worden. Ein Alkoholtest habe einen Wert von 0,0 Promille ergeben, Alkohol hat demnach „definitiv keine Rolle gespielt“, wie Polizeisprecher Bernd Hochstädter mitteilt.

Auch ihm, der an der Unfallstelle vor Ort war, ging der Einsatz nahe: „Wenn man die Unfallstelle kennt – ein Parkplatz und Bolzplatz direkt vor der Kita – müssen so viele unglückliche Umstände zusammengekommen sein, dass so ein tragischer Unfall kurz vor Weihnachten passieren konnte“, sagt er.