Kühkopf: Tiere beobachten rund ums Hofgut Guntershausen

Auf dem Hofgut Guntershausen dürfen Kinder auch einmal selbst ausprobieren, wie richtig gekeltert wird. Archivfoto: Robert Heiler

Das Europa-Reservat Kühkopf-Knoblochsaue ist das größte Naturschutzgebiet in Hessen. Die ausgedehnte Sumpflandschaft dient als Brut- und Rastplatz für zahlreiche Vogelarten....

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. Altrheininsel: Im Europa-Reservat Kühkopf-Knoblochsaue erwartet den Besucher Natur pur Das Europa-Reservat Kühkopf-Knoblochsaue ist das größte Naturschutzgebiet in Hessen. Die ausgedehnte Sumpflandschaft dient als Brut- und Rastplatz für zahlreiche Vogelarten. Unter anderem lebt hier der Schwarzmilan, der in Deutschland sonst kaum noch vorkommt.

Der Kühkopf ist eines der bekanntesten Ausflugsziele in der Region. Die Insel wurde im frühen 19. Jahrhundert künstlich angelegt, indem eine Rheinschleife mittels eines geraden Durchstichs abgeschnitten wurde. Der Weg, den die Schiffe auf dem Fluss zurücklegen müssen, verkürzte sich auf diese Weise um rund zehn Kilometer. Auch die Hochwassergefahr sank, weil die Fluten nun schneller abfließen konnten. Heute ist das Europa-Reservat Kühkopf-Knoblochsaue das größte Naturschutzgebiet in Hessen. Die ausgedehnte Sumpflandschaft dient als Brut- und Rastplatz für zahlreiche Vogelarten. Unter anderem lebt hier der Schwarzmilan, der in Deutschland sonst kaum noch vorkommt. Von Erfelden und Stockstadt aus führen Brücken auf die Insel. Vom Parkplatz an der Altrheinbrücke in Stockstadt aus sind es nur fünf Minuten zu Fuß bis zum Hofgut Guntershausen. Das alte Anwesen beherbergt nicht nur ein Informationszentrum zum Thema Naturschutz, sondern bietet auch Raum für wechselnde historische und Kunstausstellungen. Auf Anfrage werden zudem Führungen über den Kühkopf angeboten. Die Insel lässt sich aber auch auf eigene Faust auf verschiedenen Rundwegen erkunden. Während der Haubentaucherweg dem Wanderer mit 17 Kilometern Länge einiges an Kondition abverlangt, kommen auf dem nur sechs Kilometer langen Reiherweg auch kleine Besucher auf ihre Kosten.

Von Dr. Tamara Friederika Krappmann