Eintracht Frankfurt besiegt den FC Schalke 04 mit 3:0

aus Eintracht Frankfurt

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Schalkes Cedric Brunner(l) und Frankfurts Djibril Sow kämpfen um den Ball.

Im ersten Spiel nach der langen Winterpause sicherten sich die Frankfurter drei Punkte. Trotz deutlichem Ergebnis haben die Schalker keine schlechte Figur gemacht.

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Frankfurt. Die Leistung war minimal, der Erfolg und die Auswirkungen maximal: Mit dem 3:0 (1:0)-Sieg gegen den FC Schalke 04 hat die Frankfurter Eintracht nicht nur einen erfolgreichen Start ins neue Jahr hingelegt, sondern sich auch auf den zweiten Tabellenplatz katapultiert. Das Ergebnis täuscht in der Höhe durchaus über die Probleme hinweg, die die Frankfurter fast über die gesamte Spielzeit hatten. Es war alleine die individuelle Klasse der Spieler, die den Ausschlag gegeben haben. Jesper Lindström war der „Matchwinner“. Der Däne erzielte das 1:0 nach einem Solo und bereitete das 2:0 durch Rafael Borré vor. In der 90. Minute hielt das Spiel vor 50.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena noch ein Highlight bereit. In seinem ersten Einsatz erzielte der Portugiese Aurelio Buta gleich sein erstes Tor.

Das Spiel begann wie erwartet, mit einem tollen Angriff der Eintracht. Jesper Lindström passte auf Kolo Muani, der Franzose zog auf und davon, schoss dann aber am Tor vorbei. Das war in der 5. Minute und danach rieben sich die Zuschauer die Augen. Nicht die Frankfurter stürmten, sondern die Schalker. Das war erstaunlich und überraschte auch die Eintracht-Mannschaft sichtlich. Frisch und frei griffen die Gäste an und brachten die Eintracht-Deckung einige Male in Verlegenheit. Danny Latza verpasste in de 13. Minute nach einer Flanke von Soichiro Kozuki nur ganz knapp. Dann wieder einmal ein Konter der Eintracht. Und prompt die Führung. Ebimbe und Muani leiteten den Ball aus dem Mittelfeld weiter in die Spitze. Jesper Lindström war schneller als zwei Gegenspieler und schoss den Ball in der 22. Minute ins lange Eck.

Schalke spielte so, wie Frankfurt sich das wünschte

Wer gedacht hatte, dies sei der Wendepunkt des Spielverlaufs, wurde enttäuscht. Die Schalker hielten weiter gut mit, spielten nicht wirklich wie ein Tabellenletzter. Torjäger Simon Terodde hätte zweimal ausgleichen können, schaffte es jedoch nicht. Erst rutschte er nach einer flachen Hereingabe Zentimeter am Ball vorbei, dann parierte Torwart Trapp einen Kopfball großartig. Die Eintracht tat sich durchweg schwer, die Gäste unter Kontrolle zu bringen. Dabei spielten die Schalker letztlich so, wie es sich die Frankfurter wünschen. Es gab jedenfalls genug Platz für schnelle Gegenangriffe. Die wurden aber zu selten präzise ausgespielt. Alleine Lindström kam in der 37. Minute noch einmal gefährlich nach vorne, verfehlte aber knapp.

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Gleich nach der Pause hatten die Schalker den Torschrei wieder auf den Lippen. Kozuki köpfte aus vier Metern, doch Trapp parierte fantastisch. Es war die letzte große Chance der Schalker, die auch danach durchaus gefällig spielten, teilweise sogar feldüberlegen. Aber eben nicht zwingend genug. Die Eintracht war nun wahrlich nicht gut, die Frankfurter quälten sich, aber sie brachten den Sieg nicht nur sicher über die Zeit, sie bauten den Vorsprung am Ende auch noch aus. Trainer Glasner bewies mit seinen Einwechslungen einen glückliches Händchen. Er brachte unter anderen Aurelio Buta für den angeschlagenen Ebimbe, er brachte Rafael Borré für den diesmal blassen Muani. Zuvor hatte er zur Stabilisierung schon Sebastian Rode für Daichi Kamada aufs Feld geschickt. Das alles passte. Borré erzielte in der 84. Minute nach glänzender Vorarbeit von Lindström das 2:0 und Buta krönte sein allererstes Bundesligaspiel mit seinem ersten Tor. Borré hatte in der 90. Minute aufgelegt, der Portugiese den Ball genau in den Winkel geschossen.

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