Eintracht Frankfurt: Sechs Plätze vergeben, fünf umkämpft

aus Eintracht Frankfurt

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Gesetzt: Kevin Trapp wird für die Eintracht im Tor beginnen. Doch wer spielt gegen Gladbach vor dem Keeper im Feld? Archivfoto: dpa

Rätselraten um die Startaufstellung: Wer beim Spiel der Frankfurter Eintracht gegen Borussia Mönchengladbach von Beginn an auflaufen könnte.

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FRANKFURT. So viel Geheimnis gab es noch nie vor einem Bundesligaspiel der Frankfurter Eintracht. Und so viel Ungewissheit über Auf- und Einstellung auch noch nicht. Alle Trainingseinheiten wurden seit Wochen hinter verschlossenen Türen durchgeführt. Testspiele gegen externe Mannschaften waren verboten, Kontakte zu den Spielern waren für Berichterstatter auf Telefoninterviews beschränkt und Adi Hütter hat sich bei Fragen nach fußballerischen Details wie System oder Aufstellung so zurückhaltend geäußert, wie es nun mal seine Art ist. „Alles ist möglich“, hat Hütter gesagt. Selbst die Nachrichten über verletzte Spieler sind nur in die Öffentlichkeit getröpfelt. Ausfälle wurden zwar bekannt gegeben – wie zuletzt bei Martin Hinteregger oder aktuell bei Goncalo Paciencia – die Gründe dafür aber verschwiegen. Drei Tage vor dem Heimspiel am Samstagabend (18.30 Uhr) gegen Borussia Mönchengladbach versuchen wir trotzdem ein sportliches Update.

Ein paar Personalien sind immerhin klar. Kevin Trapp wird im Tor stehen, Martin Hinteregger und David Abraham werden in der Abwehr spielen, Sebastian Rode im Mittelfeld und Filip Kostic links draußen. Ziemlich sicher dürfte auch André Silva in der Anfangsformation stehen. Sechs Plätze sind also vergeben – doch die anderen fünf sind heiß umkämpft. Ihre Besetzung ist auch abhängig vom System, das der Frankfurter Trainer wählen wird. Bleibt es bei einer Vierer-Abwehrkette konkurrieren auf der rechten Seite mit Almamy Touré, Danny da Costa und Timothy Chandler gleich drei Spieler um einen Platz. Die Ausgangspositionen haben sich in der Saison schon mehrfach verändert. Am Anfang hatte da Costa, in der vergangenen Spielzeit der „Dauerbrenner“, noch ein Abonnement. Er wurde aber im Laufe der Vorrunde von Touré abgelöst. Anfang dieses Jahres hatte plötzlich Chandler rechts einen Fuß in der Tür, teilweise spielte er gemeinsam mit Touré. Wer jetzt die Nase vorn hat? Seriös kann das von außen niemand beurteilen. Auf der linken Seite könnte weiter Evan Ndicka erste Wahl sein, freilich könnte Chandler auch dort spielen.

Wer im Zentrum neben Rode spielt, hängt auch davon ab, ob die Eintracht eher offensiv oder defensiv ausgerichtet ist. Stefan Ilsanker könnte das Mönchengladbacher Offensivspiel eindämmen. Mit Djibril Sow gibt es aber eine echte Alternative zu Ilsanker oder sogar eine Ergänzung zu Rode und Ilsanker. Der Schweizer Nationalspieler ist der laufstärkste Frankfurter Spieler und könnte gerade mit dieser Qualität sehr wertvoll werden.

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Wahrscheinlich beginnt Silva als Ein-Mann-Sturm

Auch im Angriff gibt es verschiedene Optionen. Vertraut Hütter auf zwei Spitzen, wäre Bas Dost neben Silva im Team. Diese Variante ist durch den Ausfall von Paciencia freilich ein Stückchen unwahrscheinlicher geworden, denn der Eintracht-Coach will immer einen Stürmer zum Nachschieben auf der Bank haben. Ohne Paciencia gibt es aber keinen weiteren. Also wird es wohl zu Beginn bei einer Spitze bleiben. Silva würde dann unterstützt von Daichi Kamada oder Mjat Gacinovic, die über die rechte Seite angreifen könnten. Und links natürlich vom unersetzlichen Kostic. Weitere Kandidaten für einen Platz in der Anfangself, allerdings mit geringeren Chancen: Makoto Hasebe, Gelson Fernandes, Lucas Torró, Erik Durm und Dominik Kohr.

Von Peppi Schmitt