Eintracht: Mit Kostic, aber ohne Rode gegen Leipzig

aus Eintracht Frankfurt

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Kostic soll am Samstag im Heimspiel gegen Leipzig auflaufen. Foto: Jan Hübner

Dem Trainer der Frankfurter Eintracht stehen im Heimspiel am Samstagabend gegen Leipzig die allermeisten Spieler zur Verfügung.

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FRANKFURT. Am Freitagmorgen vor dem Training hat Adi Hütter Inventur gemacht. Ergebnis: Dem Trainer der Frankfurter Eintracht stehen im Heimspiel am Samstagabend (18.30 Uhr) gegen Leipzig die allermeisten Spieler zur Verfügung. Wichtig ist vor allem, dass neben Amin Younes, der sich im häuslichen Umfeld angesteckt hat, keine weitere Corona-Fälle hinzugekommen sind. Die letzten Tests waren alle negativ, die Eintracht-Profis haben bei den Länderspielreisen also gut auf sich aufgepasst. „Ich kann fast aus den Vollen schöpfen“, sagt Hütter, „mit den Länderspielreisen ist man als Vereinstrainer ja nicht wirklich happy.“ Die Einschränkung bezieht sich neben Younes noch auf den langfristig verletzen Ragnar Ache und auf Sebastian Rode. Der Mittelfeldspieler fällt wegen einer Sehnenverletzung weiter aus, soll, so Hütter, nächste Woche in Berlin wieder zur Verfügung stehen.

Geheimnis um Aufstellung und taktische Einstellung

Bei der großen Auswahl an Spielern hat der Frankfurter Trainer wie immer wieder ein Geheimnis um Aufstellung und taktische Einstellung gemacht. Aus der einen oder anderen Aussage auf der Pressekonferenz sind freilich auch die eine oder Änderung gegenüber dem letzten Spiel herauszulesen. Danach ist mit Evan Ndickas Rückkehr in die Anfangself zu rechnen. So hat der Hütter explizit vorm linken Leipziger Außenverteidiger Angelino gewarnt. Auf ihn müsse man ein besonderes Augenmerk richten. Hütter wird also seine rechte Abwehrseite stärken. Nicht mit Almamy Touré, bei ihm ist dem Frankfurter Trainer nach dessen jüngsten Patzern der Geduldsfaden gerissen. Wahrscheinlicher ist, dass Danny da Costa spielen wird und David Abraham in der Dreier-Abwehr dahinter. Eine doppelte Absicherung also gegen den Brasilianer.

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Herauszuhören war auch, dass sich Hütter gut vorstellen kann, auf einen kleinen Kniff zurückzugreifen, der schon beim 3:1-Pokalsieg im Februar gegen die Leipziger gut funktioniert hat. Damals hatte Makoto Hasebe im Mittelfeld gespielt und seine Sache gut gemacht. Hütter traut dem ältesten Bundesligaspieler durchaus zu, dass er diese Rolle gegen die flinken Leipziger auch diesmal wieder ausfüllen kann. „Hase kann ein Spiel gut lesen, er hat eine unglaubliche Antizipation und erkennt die Situationen früher als andere“, lobt er den bald 37 Jahre alten Japaner, „er kann diese Position im Mittelfeld spielen.“ Vielleicht nicht mehr dauerhaft, aber von Fall zu Fall. Und gerade gegen Leipzig. Hasebes Defizite in punkto Schnelligkeit könnten ja vom gesamten Team ausgeglichen werden, erklärt der Frankfurter Trainer, „da müssen wir es halt insgesamt enger gestalten.“

Hasebe wird also wohl für Rode im Mittelfeld spielen. Neben Stefan Ilsanker? Oder doch neben Dominik Kohr? Da ließ sich der Eintracht-Coach nichts entlocken. Und nannte auch Djibril Sow als Teil seiner Gedankenspiele. Klar ist dagegen, dass Filip Kostic ins Team zurückkehren wird. Noch sei der Flügelflitzer nach seiner Verletzung zwar nicht in „absoluter Topverfassung“, aber die Trainingsleistungen würden schon stimmen. Auf Kostics Geschwindigkeit kann die Eintracht gegen Leipzig nicht verzichten.

Eintracht: Trapp – Abraham, Hinteregger, Ndicka – Da Costa, Hasebe, Kohr, Kostic - Kamada – Dost, Silva.- Bank: Schubert, Tuta, Touré, Chandler, Durm, Sow, Zuber, Hrustic, Barkok.

Von Peppi Schmitt