Eintracht-Trainer Hütter: „Ich stehe zu meinem Wort“

aus Eintracht Frankfurt

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Eintracht Frankfurts ehemaliger Trainer Adi Hütter. Foto: dpa

Eintracht-Trainer Adi Hütter hat sich zu den Gerüchten um einen Wechsel zu Borussia Mönchengladbach geäußert. Die ganz klaren Worte vermied er jedoch.

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FRANKFURT. In den allermeisten Fällen sind die Pressekonferenzen der Bundesliga-Klubs vor den jeweiligen Spieltagen reine Routine. Das ist auch bei der Frankfurter Eintracht nicht anders. Das virtuelle Pressegespräch mit Trainer Adi Hütter am Gründonnerstag war die Ausnahme von der Regel, in vielen Bereichen durchaus brisant. Da ging es um die persönliche Zukunft des Erfolgstrainers, es ging um wichtige Personalien vor dem Topspiel bei Borussia Dortmund (Samstag, 15.30 Uhr) im Speziellen und es ging um die Aussichten der Eintracht beim Kampf um einen Champions-Platz im Allgemeinen.

Hütter hatte gleich zu Beginn ungefragt versucht, die Luft rauszulassen aus dem Ballon der Gerüchte, die ihn einmal mehr mit Borussia Mönchengladbach in Zusammenhang gebracht haben. Die Gladbacher suchen ja einen Nachfolger für Marco Rose, der nach Dortmund wechselt, und sind dabei, so die Bild-Zeitung, auf Hütter gekommen. Der hatte allerdings schon am 28.Februar ein klares Dementi in dieser Angelegenheit abgegeben. „Ich bleibe“, hatte er damals in der TV-Sendung „Sky 90“ gesagt. Auf diese Aussage bezog er sich nun noch einmal ganz konkret. „Ich kann bestätigen, dass ich zu dem, was ich gesagt habe, stehe", sagte er diesmal. Hörte sich nicht so an, als sei er auf dem Sprung vom Main an den Niederrhein. Hütters Vertrag bei der Eintracht läuft noch bis 2023, enthält aber eine Ausstiegsklausel. Danach kann er für 7,5 Millionen Euro Ablöse gehen, bei einem Interessenten, der Champions-League (CL) spielt, sollen es sogar zehn Millionen Euro sein. Diese CL will er unbedingt mit der Eintracht erreichen. „Für mich ist das Allerwichtigste, dass wir ein großes Ziel haben, dass wir hier um etwas spielen, was Eintracht Frankfurt noch nie erreicht hat", sagte er, „ich bin zu einhundert Prozent fokussiert auf unsere Aufgabe."

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Gegen Dortmund ohne Hinteregger

Danach wollte der Frankfurter Trainer nur noch über das Spiel in Dortmund reden. Und verkündete gleich eine schlechte Nachricht. „Martin Hinteregger wird definitiv nicht spielen können“, sagte er. Den Abwehrchef plagt eine Oberschenkelverletzung. Hinteregger hat zwar mit leichtem Training begonnen, kommt für einen Einsatz aber frühestens beim nächsten Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg in Frage. Da neben Hinteregger auch noch Makoto Hasebe (Gelbsperre) und Almamy Touré (Sehnenverletzung) fehlen werden, plagen die Frankfurter große Abwehrnöte. Die Dreierkette mit Tuta, Stefan Ilsanker und Evan Ndicka stellt sich ebenso von alleine auf wie das defensive Mittelfeld mit Sebastian Rode und Djibril Sow. Die abwehrende Abteilung muss sich vor allem dem norwegischen „Wunderstürmer“ Erling Haaland entgegenstemmen. „Ihn auszuschalten, ist eine riesige Aufgabe“, sagt Hütter, „alleine schafft es niemand.“ Die Hauptlast wird aber auf den breiten Schultern von Stefan Ilsanker liegen, der solche Herausforderungen durchaus liebt. Vor drei Wochen beim 1:1 in Leipzig war Ilsanker der beste Frankfurter. Daran soll er nun anknüpfen.

Die Frankfurter wollen auf eine Vorwärtsstrategie setzen, nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“. Amin Younes kehrt nach Gelbsperre ins Team zurück, auch der ehemalige Dortmunder Erik Durm kann auf der rechten Seite nach dreiwöchiger Pause wieder spielen. „Wir gehen mit Selbstvertrauen in die Partie und werden zeigen, dass wir das Spiel gewinnen und unter den ersten Vier bleiben möchten“, sagt der Frankfurter Trainer. Die Favoritenrolle und damit der ganz große Druck liege freilich beim Gegner. „Der BVB muss gewinnen“, glaubt Hütter, „wenn Dortmund einen Sterntag hat, wird es sehr schwierig für uns, dann muss alles passen.“

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Der große Vorteil der Eintracht: Selbst bei einer Niederlage würden sie auf dem vierten Platz bleiben und mit einer immer noch guten Ausgangsposition in die Zielgerade starten. „Wir freuen uns riesig auf die kommenden Aufgaben“, versichert der Eintracht-Coach, „wir sind vorne gut dabei und möchten uns festbeißen.“

Von Peppi Schmitt