Eintracht-Ultras beenden Boykott: 3000 Fans nach Sevilla

aus Eintracht Frankfurt

Thema folgen
Die Frankfurter Ultras wollen beim Spiel gegen Betis Sevilla nach zwei Jahren Abstinenz ins Stadion zurückkehren. Mit dem Rückhalt, wie hier beim Spiel in der Gruppenphase 2018 gegen Apollon Limassol, will die Eintracht gestärkt in die Europa League gehen. Foto: dpa

Beim Spiel in Sevilla kehren die "Ultras" von Eintracht Frankfurt ins Stadion zurück. Schon vorher können Fans sich einbringen und an Hilfsaktionen für die Ukraine beteiligen.

Anzeige

FRANKFURT. Gute Nachrichten von den Fans und für die Fans der Frankfurter Eintracht. Viele Gruppen wollen der kriegsgeplagten Ukraine helfen. Aktuell wird von einigen Fan-Klubs Geld gesammelt, um einen Hilfstransport mit Lebensmitteln und medizinischen Gütern an die polnisch-ukrainische Grenze zu bringen. An der Fankneipe „Schöppche“ in Frankfurt-Sachsenhausen werden am Freitag Sachspenden wie Jacken, Decken und Hygiene-Artikel für Frauen und Kinder angenommen, die dann auch per Lkw an die Grenze zur Ukraine gefahren werden.

Nach zwei Jahren selbstverordneter Abstinenz kehren die „Ultras“ der Eintracht am Mittwoch zum Spiel bei Betis Sevilla ins Stadion zurück. Die Hardcore-Fans haben ihren extern wie intern umstrittenen Boykott beendet. Offiziell hat die Eintracht 3000 Karten für das Spiel im Stadion „Benito Villamarin“ zur Verfügung gestellt bekommen, möglicherweise aber werden noch deutlich mehr Eintracht-Anhänger den Weg nach Andalusien antreten. Bleibt zu hoffen, dass gerade die Ultras mit der gebotenen Fairness auftreten, unter anderem auf Feuerwerk verzichten. Damit der Klub nicht gleich wieder mit Geldstrafen belegt wird.

Mehr Aktuelles zu Eintracht Frankfurt: Hier klicken

Anzeige

Für das Rückspiel gegen Sevilla am 17. März erhofft sich die Eintracht zum ersten Mal in dieser Saison wieder ein „volles Haus“. Der Klub hat eine Vollauslastung, im Europacup 48.000 Plätze, beim Gesundheitsamt beantragt. Laut Corona-Schutzverordnung soll der Fall der Beschränkungen erst am 20. März greifen. Die Eintracht hofft nun auf ein Drei-Tages-Entgegenkommen der Behörde. „Es ist mein größter Wunsch, dass wir das Stadion vollmachen können, da freue ich mich riesig drauf“, sagt Trainer Oliver Glasner, „ich weiß, welch große Bedeutung der Europacup in dieser Stadt hat. Ich möchte diese Atmosphäre endlich auch mal erleben.“

Von Peppi Schmitt