Journalisten beim SGE-Heimspiel: Abstandscheck mit Piepton

aus Eintracht Frankfurt

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Fußballstadien ohne Fans sind in der Corona-Pandemie Alltag geworden - doch muss man den Spielbetrieb um jeden Preis am Laufen halten? Nein, findet Wortpiratin Mara Pfeiffer. Foto: dpa

Arbeiten mit Sensor, Mundschutz und Messengerdienst: Wenn am Samstag das Geisterheimspiel der Frankfurter Eintracht steigt, ist auch für Journalisten vieles anders als sonst.

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FRANKFURT. Die „Geisterspiele“ in Corona-Zeiten sind auch für alle Berichterstatter absolutes Neuland. Am Mittwoch hat die Frankfurter Eintracht die Akkreditierungsvoraussetzungen ihre Heimspiele bekanntgegeben. Auf Anraten der Deutschen Fußball-Liga (DFL) hat sich der Klub „aus hygienischen und gesundheitlichen Gründen“ für einen festen Redaktionskreis entschieden. Insgesamt werden nur zehn Berichterstatter für Printmedien zugelassen. Die Zuteilung der Pressekarten sind an folgende, klare Bedingungen geknüpft:

1. Pro Redaktion darf nur ein Redakteur für alle fünf anstehenden Heimspiele benannt werden. 2. Die Tagesakkreditierung wird an einem Check-In-Schalter erst nach einer Fiebermessung ausgegeben. 3. Jeder Journalist muss auf der Tribüne einen Mund- und Nasenschutz tragen. 4. Jeder Journalist wird mit einem Sensor ausgestattet. Dieser Sensor meldet akustisch, wenn die Abstandsregelung nicht eingehalten wird. 5. Geparkt wird in der Tiefgarage, von dort führt ein Aufzug direkt auf die Pressetribüne. 6. Die Presseplätze sind namentlich ausgewiesen. 7. Die Medienarbeitsräume inklusive des Pressebistros bleiben geschlossen. 8. Die Pressekonferenzen der Trainer, die normalerweise gemeinsam auftreten, finden getrennt ohne direkte Kontakte zu den Journalisten statt. Diese können ihre Fragen per WhatsApp stellen. Die Antworten der Trainer werden auf die jeweiligen Computer der Journalisten übertragen.

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Da jeder Klub sich bei seinen Heimspielen innerhalb eines gewissen Rahmens bewegen darf, können die Regeln von Verein zu Verein Abweichungen enthalten. Bei jenen Klubs, die erst nächste Woche ein Heimspiel haben, also beispielsweise Mainz 05, werden die Regelungen auch erst in der nächsten Woche im Detail kommuniziert.

Von Peppi Schmitt