Mainz 05 feiert Auswärtssieg bei TSG Hoffenheim

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Die Mainzer bejubeln ihren Führungstreffer. Foto: dpa

Der FSV ist weiter in der Erfolgsspur: Beim 2:0 gegen Hoffenheim feiert Neuzugang Ingvartsen ein traumhaftes Debüt. Nur die Verletzung von Kapitän Niakhaté ist ein Wermutstropfen.

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SINSHEIM. Dritter Sieg, zum dritten Mal zu Null. Der FSV Mainz 05 setzt seinen beeindruckenden Aufwärtstrend unter Trainer Bo Svensson fort. Am vierten Spieltag holte der Fußball-Bundesligist beim 2:0 (1:0) bei der TSG Hoffenheim bereits die Punkte sieben bis neun und belegen zumindest für den Moment Tabellenplatz drei. In der Sinsheimer Pre Zero Arena trafen Jonathan Burkardt (21.) und Neuzugang Marcus Ingvartsen bei seinem 05-Debüt und nur wenige Sekunden nach seiner Auswechslung – für die 05er.

Vor 650 eigenen mitgereisten Fans, das erste Mal seit Beginn der Corona-Pandemie, machten die 05er vom Anpfiff weg da weiter, wo sie gegen beim 3:0 gegen Greuther Fürth aufgehört hatten.

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Die Elf von Bo Svensson, in der lediglich Karim Onisiwo Adam Szalai von Beginn an auf die Bank verdrängte, machte den Kraichgauern das Leben unheimlich schwer und ließ Andrej Kramaric und Co. kaum Luft zum Atmen. Als Folge des Mainzer Pressings produzierte die TSG schon im Spielaufbau eine Reihe Fehler, woraus erste Torannäherungen der 05er resultierten. Doch bis auf einen Außennetztreffer von Onisiwo (7.) sprang für die Gäste in der Anfangsphase offensiv nichts heraus.

Hoffenheims David Raum (l-r), Jonathan Burkhardt von Mainz und Hoffenheims Chris Richards kämpfen um den Ball. Foto: Uwe Anspach/dpa
Hoffenheims David Raum (l-r), Jonathan Burkhardt von Mainz und Hoffenheims Chris Richards kämpfen um den Ball. (© Uwe Anspach/dpa)

Erstmals richtig gefährlich für Hoffenheim wurde es bei einem Freistoß der Mainzer: Innenverteidiger Jeremiah St. Juste zwang Oliver Baumann zu einer Glanztat (18.). Kurz darauf streckte sich der TSG-Keeper vergeblich. FSV-Mittelfeldmann Dominik Kohr stieß mit Tempo vor, bediente dann zwar 05-Youngster Jonathan Burkardt nicht ganz sauber, doch dieser vollendete aus der Drehung und streichelte den Ball gefühlvoll ins Eck – das verdiente 1:0 (21.).

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Kapitän Niakhaté muss verletzt raus

Die Mainzer ließen Hoffenheim danach nun etwas mehr kommen, doch Lücken fanden die Hausherren kaum. Bei der einzigen TSG-Chance in der ersten Hälfte traf Jacob Bruun Larsen nur das Außennetz (24.). Nach weiteren eigenen Balleroberungen bot sich den Gästen auf der anderen Seite zwar einige Male offensiv bis zur Pause viel Raum, doch sie nutzten ihn nicht. Spielfluss kam aufgrund vieler Fouls und Verletzungsunterbrechungen in Halbzeit eins kaum zustande. 05-Trainer Svensson musste zwischenzeitlich zudem zwangsläufig auswechseln: Kapitän Moussa Niakhaté plagten muskuläre Probleme im Oberschenkel. Er wurde von Alexander Hack ersetzt (32.). Stefan Bell übernahm die Binde vom Franzosen.

Nach dem Seitenwechsel fand die 45 Minuten lange blasse Hoffenheimer Offensive besser ins Spiel. Die Rheinhessen zogen sich nun etwas zurück und lauerten auf Konter. Ein solcher hätte um ein Haar das 2:0 bedeutet. Doch Mittelfeldspieler Leandro Barreiro, schoss – alleine vorm Tor – zu zentral ab, 1899-Torhüter konnte vereiteln (51.). Im Anschluss waren die Gastgeber am Zug: TSG-Stürmer Bruun Larsens Kopfball (54.) und Sebastian Rudys Schuss wurden im Sechzehner noch geblockt, ein Kramaric-Freistoß von der Sechzehner-Kante flog über das Tor von 05-Keeper Robin Zentner (61.). Die Kraichgauer drängten die Mainzer mit zunehmender Spieldauer immer weiter hinten rein, doch den letzten Ball verteidigte der FSV konsequent.

In der 76. Minute wechselte 05-Coach Svensson gleich dreifach aus, neben den Neuzugängen Jae-sung Lee und Anton Stach kam auch Sturm-Neuzugang Marcus Ingavartsen aufs Feld. Der Däne war erst Ende August von Union Berlin zum FSV gewechselt. Er feierte ein Traum-Debüt. Nur wenige Sekunden nach seiner Auswechslung zeigte der 25-Jährige, für was ihn die Rheinhessen geholt haben: Im Sechzehner blieb Ingvartsen cool, lief quer, suchte die Lücke und schob eiskalt zum 2:0 ein (77.). Bedient worden war der Däne von Stach – Svensson hatte ein goldenes Händchen bewiesen.

Der Sturmlauf der Hausherren war mit dem zweiten Treffer gebrochen. Ingvartsen hätte in der Nachspielzeit gar noch den Doppelpack geschnürt, setzte den Ball aber knapp neben den Pfosten. Die 650 mitgereisten Mainzer Auswärtsfans feierten ihr Stadion-Comeback und den abermaligen Erfolg ihres Teams lauthals und stimmten gar schon die ersten „Europapokal“-Gesänge an.

Von Nils Salecker