Moussa Niakhaté: Training nachts um 1 Uhr

aus Mainz 05

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Moussa Niakhaté jubelt mit Leandro Barreiro (Mitte) und Paul Nebel (rechts) über seinen Treffer zum 1:0 gegen RB Leipzig. Foto: dpa

Bewegende Tage für Moussa Niakhaté: Der Kapitän führte Mainz 05 zum Sieg gegen RB Leipzig, wurde zudem Vater. Dafür trainiert er auch zu ungewöhnlichen Zeiten.

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MAINZ. Moussa Niakhaté genießt das Leben des jungen Vaters in vollen Zügen. „Es fühlt sich toll an“, verrät der Kapitän des FSV Mainz 05 im Interview mit dieser Zeitung. „Meine Frau und mein Sohn sind seit Mittwoch endlich auch in Mainz. Ich muss also nicht mehr nach Paris pendeln. Allen geht es sehr gut.“

Hinter dem 25-Jährigen liegen bewegende Tage. In der Woche vor dem Bundesliga-Auftakt gegen RB Leipzig fuhr der Franzose gleich zwei Mal in die Heimat, um die Geburt seines Sohnes mitzuerleben. Am Freitag vor der Partie weilte er nur für ein paar Stunden in Mainz, nahm an der einzigen Team-Einheit teil und machte sich sofort danach wieder auf den Weg nach Paris. Um knapp 24 Stunden später wieder nach Mainz zurückzukehren. „Ja, das war schon eine weite Tour. Aber ich wollte beides unter einen Hut kriegen“, schildert Niakhaté. „Am Samstag kam ich mitten in der Nacht nach Mainz. Ich war um Mitternacht hier und habe um 1 Uhr noch mal trainiert.“

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Lesen Sie das ausführliche Interview hier.

Und wie sah das aus? „Ich habe mein Auto an der Mewa Arena abgestellt und bin fünf Kilometer ins Hotel gejoggt.“ Die Zeit vor dem Spiel sei hart gewesen, „ich hatte kaum Schlaf. Aber ich kenne meinen Körper und will absolut professionell arbeiten. Ich bin zu 100 Prozent dafür verantwortlich, dass ich mein Bestmögliches auf dem Platz aus mir rausholen kann“.

Der Innenverteidiger machte das Tor gegen Leipzig

Das gelang dem Innenverteidiger auch: Niakhaté schoss das Tor des Tages gegen Leipzig, führte die Mainzer Notelf zum famosen 1:0-Heimerfolg gegen den Vizemeister. Seinen Treffer bejubelte der Franzose mit einem besonderen T-Shirt: „C.I.N“ war dort zu lesen – die Initialen seines Sohnes. Den vollen Namen will Niakhaté nicht verraten: „Den habe ich nur meiner Familie gesagt.“

An diesem Samstag wollen die Mainzer ihren Lauf bei Aufsteiger VfL Bochum fortsetzen. Niakhaté warnt: „Es wird deutlich härter für uns als gegen Leipzig. Bochum spielt zum ersten Mal nach langer, langer Zeit vor den heimischen Fans. Und wir sind gewarnt vor dem VfL, wir haben die Pokal-Niederlage im Dezember nicht vergessen.“