Verschenkter Heimsieg: Eintracht spielt 1:1 gegen Bremen

aus Eintracht Frankfurt

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Frankfurts Steven Zuber (links) und Bremens Tahith Chong kämpfen um den Ball. Foto: dpa

Auch gegen Werder Bremen konnten die Frankfurter zuhause nicht gewinnen und schafften mit Ach und Krach ein Unentschieden. Grund dafür war vor allem die schlechte erste Halbzeit.

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FRANKFURT. Die nächste Enttäuschung für die Frankfurter Eintracht: Gegen Werder Bremen reichte es im Heimspiel nur zu einem 1:1 (0:0). Und mehr hatten die Frankfurter auch wirklich nicht verdient bei dieser Leistung. Über eine Stunde war die Eintracht schlecht in allen Bereichen, ohne Mut und ohne Tempo nach vorne, fahrig und ideenlos im Mittelfeld. Über weite Strecken war es ein Fußballspiel zum Vergessen, der trostlosen Kulisse im leeren Stadion angemessen. Erst als die Bremer mit ihrer ersten Chance durch Joshua Sargent in Führung gegangen waren, begannen die Frankfurter sich zu wehren. Schließlich schaffte André Silva den alles in allem gerechten Ausgleich.

Der Kapitän kehrte zurück ins Team, David Abraham spielte für den angeschlagenen Tuta. Alle anderen Positionen ließ der Frankfurter Trainer gegenüber dem Spiel in München unverändert. Die große Chance also für jeden einzelnen und die Mannschaft, sich zu rehabilitieren für die schwache Leistung beim Meister. Doch da Gegenteil trat ein. Nichts lief zusammen, das Offensivspiel lag brach, aus dem Mittelfeld kam nichts nach vorne, Bas Dost war überhaupt nicht eingebunden. Die Leistung in den ersten 45 Minuten war erschütternd schwach – von beiden Mannschaften. Dazu passte, dass der einzige halbwegs vernünftige Angriff zwar mit einem Treffer, aber nicht mit einem Tor endete. Steven Zuber hatte den Ball ausnahmsweise mal auf André Silva gebracht, dessen Schuss konnte Torwrat Jiri Pavlenka noch abwehren, doch Daichi Kamada schob den Ball über die Linie. Nach drei Minuten Überprüfung erkannte die Video-Assistentin Bibiana Steinhaus auf Abseits. Es blieb beim 0:0 und das war auch das logische Ergebnis für ein schlimmes Gekicke.

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Bessere zweite Halbzeit

Das wurde nach der Pause besser, vor allem, weil die Bremer aus im Grunde unerfindlichen Gründen plötzlich in Führung lagen. Der allererste Angriff der Gäste brachte Joshua Sargent in eine völlig freie Position. Der Bremer Stürmer war nicht im Abseits und erzielte in der 51. Minute das 0:1. Fünf Minuten später hatte Chong nach einem Fehler des bis dahin überragenden Hasebe die große Gelegenheit zur Vorentscheidung, ließ sich vom 36 Jahre alte Japaner aber noch einholen. Die Eintracht nahm die Partie nun endlich kämpferisch an und erarbeitete sich damit wieder ein Übergewicht. Der Frankfurter Trainer brachte mit Amin Younes und Aymen Barkok für Zuber und Touré zwei neue Flügel und das wirkte. Silva verpasste in der 61. Minute nach Vorarbeit von Abraham nur knapp den Ausgleich. Der Portugiese holte seinen vierten Saisontreffer vier Minuten später nach. Barkok hatte einen schon verlorenen Ball zurückerobert, auf Kamada gepasst. Dessen flache Hereingabe veredelte Silva mit dem Ausgleich.

Nun war die Eintracht wieder am Drücker, aber sie fand zwar Außen immer wieder Räume, aber in der Mitte nicht mehr die Lücke. So blieb es beim 1:1 und dem zweiten verschenkten Heimsieg nach dem 1:1 zum Auftakt gegen Bielefeld.

Von Peppi Schmitt