Zu harmlos: Mainz 05 unterliegt Zweitligist SV Sandhausen

aus Mainz 05

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Nach dem verlorenen Testspiel gegen Sandhausen haben die Spieler von Mainz 05 einiges nachzuarbeiten. Foto: Kristina Schäfer

Zunächst viel zu schwach, dann viel zu leichtfertig vor dem Tor: Auf den FSV Mainz 05 wartet nach der Testspiel-Niederlage gegen Zweitligist SV Sandhausen noch einiges an Arbeit.

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MAINZ. Der FSV Mainz 05 hat in den drei Wochen bis zum ersten Pflichtspiel noch viel Arbeit vor sich: Der Fußball-Bundesligist verlor das Testspiel in der heimischen Opel-Arena am Samstag gegen Zweitligist SV Sandhausen 0:1 (0:1). Daniel Keita-Ruel (46./Handelfmeter) traf vor 250 Zuschauern für die Gäste. Die 05er agierten vor allem im ersten Durchgang (gespielt wurden zwei Mal 60 Minuten) zu harmlos in der Offensive. Die Hausherren steigerten sich in der zweiten Halbzeit zwar deutlich, gingen aber zu leichtfertig mit ihren Torchancen um. Den nächsten Test bestreiten die Mainzer am 29. August bei Liga-Konkurrent TSG Hoffenheim, eine Woche später geht es zu Eintracht Frankfurt. Am Wochenende 12./13. September steht die erste Runde im DFB-Pokal an, der Gegner wird an diesem Sonntag ermittelt.

Weiterer Spieler von Mainz 05 in Quarantäne

Nach dem Sandhausen-Spiel teilten die 05er mit, dass sich ein weiterer Spieler nach dem positiven Corona-Test eines FSV-Profis in Quarantäne begeben hat und nicht im Stadion weilte. Um wen es sich handelt, wollten die Mainzer Aus Datenschutzgründen nicht sagen. Am Dienstag war ein 05er positiv getestet worden, er befindet sich seither in häuslicher Isolation. Der andere Profi wurde zwar am Mittwoch so wie alle anderen Akteure negativ getestet, hatte aber Kontakt zum positiv getesteten Spieler.

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05-Trainer Achim Beierlorzer gab erneut fast allen einsatzfähigen Spielern die gleiche Spielzeit. Wie schon beim internen Trainingsspiel am Mittwoch durfte auch der beim Test gegen die Würzburger Kickers (6:0) suspendierte Jean-Philippe Mateta mitwirken. Es fehlten diesmal unter anderem Jean-Paul Boetius, Edimilson Fernandes, Dong-won Ji, Gerrit Holtmann und Paul Nebel. Beide Teams taten sich lange schwer, Torchancen blieben Mangelware. Die erste echte Möglichkeit für die Hausherren hatte Karim Onisiwo in der 42. Minute, der Österreicher scheiterte jedoch an SV-Schlussmann Martin Fraisl. In der 46. Minute schoss Aziz Bouhaddouz FSV-Innenverteidiger Jeremiah St. Juste an die Hand - klare Entscheidung: Strafstoß. Keita-Ruel verwandelte souverän. Auch in der Folge wirkten die Gäste etwas spritziger, ihre Aktionen einen Tick zwingender. Sandhausen war dem 2:0 bis zum Ende der ersten 60 Minuten näher als die Mainzer dem Ausgleich.

Nach dem Seitenwechsel brachte Beierlorzer neun frische Kräfte, Torhüter Florian Müller und Innenverteidiger Alexander Hack waren schon ab der 40. Minute im Spiel. Die 05er versuchten nun mehr, kamen öfter gefährlicher in den Strafraum. Philipp Mwene wäre um ein Haar das 1:1 gelungen, der schöne Schuss des Rechtsverteidigers segelte an die Latte (79.). Marlon Mustapha setzte nach, Fraisl lenkte den Ball über den Kasten. In der 90. Minute nahm Beierlorzer zur Sicherheit Mustapha raus, der Angreifer klagte über Oberschenkel-Probleme. Der für Mustapha eingewechselte Merveille Papela hatte in der 94. Minute die riesige Gelegenheit zum Ausgleich, zielte aus kurzer Distanz aber klar daneben. Quasi im Gegenzug konnte sich Torwart-Talent Finn Dahmen auszeichnen: Der für Müller in die Partie gekommene Youngster klärte stark gegen Mario Engels. Und wieder auf der anderen Seite rettete SV-Keeper Rick Wulle klasse gegen Abass Isaah, der aus 18 Metern Maß genommen hatte. Adam Szalai verpasste wenig später. Youngster Jonathan Burkardt setzte sich in der 110. Minute stark durch - ließ sich auch vom Festhalten am Trikot nicht beirren -, schoss aber ebenfalls neben das Gehäuse. Kurz darauf stand Szalai plötzlich alleine im Strafraum, blieb aber kläglich an Wulle hängen.