Lilien siegen in Regensburg und überwintern auf Platz zwei

aus SV Darmstadt 98

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Lilien-Stürmer Aaron Seydel (links) im Zweikampf mit Charalambos Makridis von Jahn Regensburg. Foto: Eduard Martin/Jan Huebner

Der nächste Auswärtssieg für Darmstadt 98. Die Lilien setzen sich in einem spannenden Spiel in Regensburg mit 2:0 durch - und rücken an Tabellenführer St. Pauli heran.

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DARMSTADT. Es war ein knapper, ein umkämpfter, am Ende aber ein verdienter Sieg. Der SV Darmstadt 98 konnte das letzte Spiel des Jahres 2021 beim SSV Jahn Regensburg mit 2:0 (0:0) für sich entscheiden. Emir Karic (70. Minute) und Tobias Kempe (90.+3) trafen für die Lilien.

Darmstadts Coach Torsten Lieberknecht veränderte seine Startformation dreimal im Vergleich zum 1:0 in Paderborn. Karic, Nemanja Celic und Aaron Seydel ersetzten Klaus Gjasula (Gelbsperre), Mathias Honsak (Knieverletzung) und Luca Pfeiffer (Fleischwunde). Der SV 98 legte einen richtigen Turbostart hin. Nach wenigen Sekunden fasste sich Tim Skarke aus etwa 18 Metern ein Herz, zog ab und setzte den Ball an den Pfosten. Was für eine Eröffnung der Partie. Und ein Fingerzeig darauf, wie es in der Anfangsphase weitergehen sollte. Denn die Lilien waren in der ersten Viertelstunde die deutlich bessere Mannschaft. Sie kombinierten sich ein ums andere Mal sehenswert in den Strafraum der Hausherren, wenngleich die Abschlüsse nicht allzu zwingend waren. Die beste Möglichkeit hatte Seydel in der 15. Minute, als er aus kurzer Distanz zum Schuss kam, das Tor aber knapp verfehlte.

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Vom SSV Jahn kam lange nicht

Die Mannschaft von Trainer Lieberknecht macht es auch in Folge richtig gut. Schon tief in der gegnerischen Hälfte griff der SV 98 an, eroberte so viele Bälle, die gefährliche Situationen umgemünzt wurden. So zum Beispiel in der 21. Minute als erneut Skarke für Wirbel sorgte. Der quirlige Offensivspieler zog erneut aus der Distanz ab und prüfte Regensburg-Keeper Alexander Meyer, der sich strecken musste, um den strammen Schuss zur Ecke abwehren zu können.

Von Regensburg kam derweil gar nichts. Die Partie spielte sich fast ausschließlich in der Hälfte der Bayern ab. Das Einzige, was den Darmstädtern bis hierhin fehlte, war ein Tor. Seydel war in der 36. Minute ganz nah dran. Nach einer guten Flank von der linken Seite von Karic hielt der Mittelstürmer den Fuß hin, konnte dem Ball aber nicht den entscheidenden Richtungswechsel verpassen. So ging es torlos in die Kabinen.

Darmstadt startete unverändert in den zweiten Durchgang und versuchte dort weiterzumachen, wo es in den ersten 45 Minuten aufgehört hatte. Die Südhessen waren weiterhin die bissigere und zweikampfstärkere Mannschaft. Jedoch mangelte es weiterhin an der Präzession bei den Abschlüssen. Drei Minuten nach Wiederanpfiff sprintete Phillip Tietz mit dem Ball am Fuß aufs Regensburger Tor zu, scheiterte jedoch an Meyer im Kasten der Regensburger. Zudem hob der Lilienrichter die Fahne, weil er eine Abseitssituation von Tietz erkannt haben wollte. Eindeutig war die freilich nicht.

Mit Schuhen und Glück Rückstand verhindert

Der Jahn wurde indes ein wenig gefährlicher. In der 50. Minute gab es ein wenig Durcheinander im Strafraum vor Lilien-Torwart Marcel Schuhen, der schließlich den Schuss von Carlo Boukhalfa problemlos festhalten konnte. Sieben Minuten später musste Schuhen dann richtig hinlangen, um den Rückstand zu verhindern. Nach einer Jahn-Ecke kam der Ball zu Max Besuschkow, der direkt volley abzog. Schuhen reagierte gut und konnte parieren. Der Abpraller landetet bei Boukhalfa, der ebenfalls abzog. Thomas Isherwood hielt im wahrsten Sinne des Wortes seinen Kopf hin und konnte die Situation endgültig entschärfen. In der 68. Minute war es schlichtweg das Glück, das auf Seiten des SV 98 war und den Regensburger Führungstreffer verhinderte. Wenige Meter vor dem Tor wurde Sarpreet Singh perfekt in Szene gesetzt und kam völlig unbedrängt zum Abschluss. Der Ball trudelte nur Zentimeter am rechten Pfosten vorbei.

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War dies ein Weckruf für die Lilien? Es scheint so. Denn mit der nächsten Aktion ihrerseits machten es die Darmstädter besser. Tietz eroberte den Ball im Mittelfeld, schüttelte auf dem Weg Richtung Tor seinen Gegenspieler ab und hatte im richtigen Moment das Auge für Karic, der gut mitgelaufen und im Rückraum freistand. Tietz legte Karic perfekt auf. Dieser zog mit links trocken ab und netzte aus 13 Metern flach zur Darmstädter Führung ein.

Die Einzelkritik zur Partie lesen Sie hier.

Das Tor tat dem SV 98 spürbar gut. Er agierte nun wieder mutiger, war griffiger in den Zweikämpfen. Und hatte eine Viertelstunde vor Abpfiff durch Patric Pfeiffer, der von der Strafraumkante draufhielt, die nächste gute Gelegenheit. Auch Torschütze Karic wollte es noch einmal wissen und versuchte es in der 81. Minute nochmal mit einem Weitschuss. Dieser segelte der Ball haarscharf am Tor vorbei. Kurz drauf war für ihn Schluss. Erich Berko kam für die letzten sieben Minuten für ihn in die Partie. In der 90. Minute kamen noch Clemens Riedel und Lasse Sobiech für Seydel und Celic. Den Schlusspunkt setzte jedoch Tobias Kempe. In der dritten Minute der Nachspielzeit fasste der Mittelfeldspieler sich ein Herz und traf sehr sehenswert aus etwa 18 Metern zum 2:0-Endstand.

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