Patzer hinten, Schwächen vorne

aus SV Darmstadt 98

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Fehlt im nächsten Spiel gegen Hannover: Dario Dumic (hinten), hier im Zweikampf mit Regensburgs Jann George. Foto: Florian Ulrich

Patzer in der Defensive, in der Offensive schwach. Dem SV Darmstadt 98 wollte bei der 0:3-Niederlage in der Zweiten Fußball-Bundesliga bei Jahn Regensburg wenig gelingen. So...

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REGENSBURG. Patzer in der Defensive, in der Offensive schwach. Dem SV Darmstadt 98 wollte bei der 0:3-Niederlage in der Zweiten Fußball-Bundesliga bei Jahn Regensburg wenig gelingen. So begünstigten die Südhessen alle Gegentreffer der Gastgeber. Selbst konnten die Gäste sogar einen Foulelfmeter nicht nutzen: Tobias Kempe schoss den Strafstoß über das Tor, was sinnbildlich für die Bemühungen der schwachen Darmstädter war, bei denen wenig zusammenlief. Der SV 98 in der Einzelkritik.

Marcel Schuhen: Beim ersten Gegentreffer inkonsequent. Glück in der 50. Minute, als ein Albers-Schuss an den Pfosten klatschte. Beim 0:2 sah er nicht gut aus – ging bei einem Eckball raus, verpasste aber den Ball. Auch beim 0:3 sah er schlecht aus, als er weit aus seinem Tor war, vom Rapp-Patzer aber kalt erwischt wurde.

Patrick: Herrmann: Stand anstelle von Bader in der Start-Elf. Füllte seine Rolle als Rechtsverteidiger sehr offensiv aus. Nach 61 Minuten ausgewechselt.

Dario Dumic: Wurde selten ernsthaft gefordert. Handelte sich die fünfte Gelbe Karte ein, fehlt gegen Hannover.

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Nicolai Rapp: Seine erste Aktion war ein Fehlpass (6.), seinen Patzer bügelte Rapp auf Kosten eines Eckballs aus – und der führte zum Regensburger 1:0. Holte den Elfer raus (65.). Doch in der 77. Minute patzte Rapp erneut, als er den Ball zu weit abprallen ließ und George zum 3:0 einschoss.

Fabian Holland: Der Lilien-Kapitän hatte seine Abwehrseite im Griff. Seine eigenen Vorstöße brachten lange nichts ein. Erst nach 65 Minuten mit einer guten Chance.

Victor Palsson: Taktgeber im Spiel der Lilien, wie immer eine Bank. Allerdings im Glück in der 50. Minute, als er einen Zweikampf gegen Albers verlor und dessen Schuss am Pfosten landete.

Fabian Schnellhardt: Neben Palsson als zweiter Sechser aufgeboten. Ballverteiler. Rückte nach der Pause auf die Position hinter der Spitze. Gefährliche Situationen konnte er aber nicht heraufbeschwören. Machte für Pfeiffer Platz.

Marcel Heller: Ihm gelang wenig. Provozierte mit seinen schnellen Antritten zwar immer wieder Freistöße. Seine Flanken fanden aber keinen Abnehmer, wie in der 31. Minute. In der 61. Minute ausgewechselt.

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Mathias Honsak: Hinter der Spitze eingesetzt. Ließ Correira beim 0:1 unbedrängt zum Kopfball kommen. Und offensiv? Da hatte Honsak keine Aktion. Zur zweiten Halbzeit ausgewechselt.

Tobias Kempe: Der Routinier kehrte in die Anfangsformation zurück, nachdem er gegen Fürth nur in der Schlussphase spielte. Meldete sich gleich mit einem satten Schuss nach vier Minuten zurück. Sein zweiter Versuch (25.) verfehlte das Ziel nur knapp. Sein Foulelfmeter (65.) flog dagegen deutlich über das Tor. Das passte irgendwie zu den Offensivbemühungen der Darmstädter, bei denen insgesamt wenig zusammenlief.

Felix Platte: Trotz des unglücklichen Auftritts gegen Fürth (Platte verschoss einen Elfer) ersetzte er Dursun in der Sturmspitze. Mit einem Kopfball in der elften Minute. Ansonsten konnte sich Platte wenig in Szene setzen – auch, weil die Zuspiele fehlten. Nach 45 Minuten war Schluss.

Serdar Dursun (ab der 46. Minute): Kam zur zweiten Halbzeit, sollte den Darmstädter Angriff beleben. Hatte neun Sekunden nach seiner Einwechslung gleich die erste Chance. Ackerte und rackerte. Doch auch ihm fehlten die Anspiele der Teamkameraden.

Seung-ho Paik (ab 46.): Kam für den schwachen Honsak. Beim 0:2 von Besuschkow (52.) zu weit vom Mann weg. Konnte keine Impulse geben.

Matthias Bader (ab 61.): Für den angeschlagenen Herrmann eingewechselt. Unauffällig.

Braydon Manu (ab 61.): Sollte auf der rechten Seite statt Heller für neuen Schwung sorgen. Was nicht gelang.

Patric Pfeiffer (ab 75.): Seine körperliche Präsenz sollte Wirkung im Angriff der Lilien bringen. Der gelernte Innenverteidiger blieb ohne nennenswerte Szene.