Auswärtsspiel der HSG Wetzlar in Göppingen fällt aus

Vorerst kein weiterer Zweikampf zwischen Sebastian Heymann (l.) und Lenny Rubin. Die für Sonntag geplante Partie zwischen Frisch Auf Göpping und der HSG Wetzlar ist Corona-bedingt kurzfristig abgesagt worden. Foto: Eibner/Michael Schmidt

Weil mehrere Handballer von Frisch Auf Göppingen und der HSG Wetzlar von Corona-Quarantänen betroffen sind, ist die für Sonntag angesetzte Bundesliga-Partie zwischen diesen...

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WETZLAR. Das ursprünglich für den kommenden Sonntag angesetzte Auswärtsspiel des Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar bei Frisch Auf Göppingen fällt Corona-bedingt aus. Dies gaben die Grün-Weißen am Freitagmittag bekannt.

Laut ihrer Pressemitteilung nutzen die Vereine damit eine Ausnahmeregelung der Handball-Bundesliga (HBL) GmbH. Diese hatte am Vormittag in Abstimmung mit den Clubs entschieden, dass auch am anstehenden 8. Spieltag Begegnungen ausnahmsweise verlegt werden können, wenn zwei oder mehr Nationalspieler pro Mannschaft von Erkrankungen oder Quarantänen betroffen sind. Da neben den beiden in Quarantäne befindlichen Göppingern Sebastian Heymann und Marcel Schiller auch Torhüter Urh Kastelic von vorsorglichen Schutzmaßnahmen betroffen ist und Selbiges für den Wetzlar-Keeper Till Klimke gilt, haben sich beide Vereine darauf verständigt, aus Gründen der Gesundheitsvorsorge eine Spielverlegung zu beantragen. Dies wurde durch die HBL bestätigt. Die Begegnung wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Bereits am Vorabend hatte HSG-Coach Kai Wandschneider nach den positiven Corona-Fällen bei vier Handball-Nationalspielern heftige Kritik an der Fortsetzung des Bundesliga-Spielbetriebes geübt. "Ich hätte mir gewünscht, dass die HBL entschieden hätte, dass unsere Partie ausfällt. Wir verstehen nicht, wieso mit zweierlei Maß gemessen wird", sagte der Trainer der HSG Wetzlar nach dem 31:22-Sieg gegen Aufsteiger HSC 2000 Coburg. Vier andere Partien des 7. Spieltages waren zuvor abgesagt worden.

Wandschneider sprach sich indirekt für eine Saisonunterbrechung aus. "Die Bewertungs- und Beurteilungsmaschinerie geht weiter, denn wir haben einen sportlichen Wettbewerb, in dem es eigenartigerweise weiterhin um Meisterschaften geht. Aber wir haben schon lange keine Wettbewerbsgerechtigkeiten mehr und werden jetzt die Konsequenzen sehen", sagte der 61-Jährige.

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In den vergangenen Tagen waren die Nationalspieler Johannes Bitter, Marian Michalczik, Juri Knorr und Finn Lemke positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Wetzlarer hatten daher in der Partie gegen Coburg freiwillig auf Nationaltorwart Till Klimpke verzichtet, obwohl dieser nach der Länderspielreise der DHB-Auswahl ausschließlich negative Corona-Tests hatte. "Ich finde, dass wir eine gesellschaftliche Verantwortung tragen und das betonen wir auch immer. Wir haben auch schon was von der Inkubationszeit gehört und wissen alle, dass es mindestens fünf bis sechs Tage sind", begründete Wandschneider die Entscheidung. (red/dpa)