Rhein-Neckar Löwen brauchen mehr Konstanz

Trainer Martin Schwalb zeigt seinem wankelmütigen Team, woran es sich festhalten soll - mit sachlichen, aber auch deutlichen Worten.

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MANNHEIM. Die Handballer der Rhein-Neckar Löwen befinden sich weiter im Dauerstress. Das dürfte mit ein Grund sein, warum die Bundesliga-Partie am Sonntag bei der HSG Wetzlar mit 32:34 in die Binsen ging. Und der Spiel-Rhythmus bleibt anspruchsvoll. Vier Tage nach der Wetzlar-Pleite und drei Tage vor dem Auswärtsspiel in Coburg geht es für die Mannheimer am Donnerstag (19 Uhr) in der SAP-Arena gegen die HSG Nordhorn-Lingen. Zwar haben die Löwen als aktueller Vierter den dritten Platz noch nicht abgeschrieben, haben aber bereits mehr Partien absolviert als die direkten Konkurrenten. Ein Abrutschen ist also möglich. Und zwischen all den Bundesliga-Aufgaben liegt am 13. und 20. April noch das Viertelfinale in der European League gegen Medwedi Tschechow. Dass das Ziel international Final Four heißt, ist klar. Dennoch dürfen die Löwen die Bundesliga nicht gänzlich aus den Augen verlieren und den Fuß vom Gas nehmen.

Denn nicht zuletzt den Fans sei man es schuldig, die Köpfe wieder nach oben zu kriegen, betont Trainer Martin Schwalb. So bat Schwalb seine Mannen unter der Woche zum ausführlichen Video-Studium. Denn in Wetzlar hatten sich die Löwen doch recht antriebslos präsentiert, zu langsam in den Gedanken und den Aktionen. Die abgezockten Mittelhessen nahmen das Geschenk dankend an. "Ich habe den Jungs gezeigt, woran es am Sonntag gefehlt hat, und ihnen ein paar Dinge an die Hand gegeben, an denen sie sich für die nächsten Spiele festhalten sollen", erklärt Schwalb. Dabei seien genauso deutliche wie sachliche Worte gefallen.

"Die Nordhorner haben uns schon im Hinspiel wehgetan", erinnert Schwalb obendrein an den 29:24-Sieg der Löwen, der damals deutlicher ausfiel, als das Spiel war. Mit ihrer körperbetonten Spielweise haben die Emsländer zuletzt beim Bergischen HC aufhorchen lassen, als man gegen eines der besten Liga-Teams im Jahr 2021 ein 25:25 erkämpfte.

Bei den Löwen zeigten insbesondere die Leistungsträger zuletzt häufig Schwankungen. Sicher ist das auch dem hohen Spielrhythmus geschuldet. Auf der anderen Seite wird bei Spielen wie in Wetzlar offensichtlich, dass die Mannschaft noch nicht durchgängig auf hohem Niveau abliefern kann.