Rhein-Neckar Löwen: Letzte Titelchance European League

In der Bundesliga sind Uwe Gensheimer und Co. wohl raus aus dem  Titelrennen. In der European League wollen sie weiter für Furore sorgen. Foto: dpa

Nachdem sich die Mannheimer Handballer aus dem Titelrennen der Handball-Bundesliga verabschiedet haben, wollen sie auf europäischem Parkett durchstarten.

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MANNHEIM. Freude bei Uwe Gensheimer und Patrick Groetzki, Enttäuschung bei Jannik Kohlbacher. Nachdem Handball-Bundestrainer Alfred Gislason am Montag seinen Kader für das Olympia-Qualifikationsturnier in Berlin nominiert hat, steht fest, dass das Außen-Duo der Rhein-Neckar Löwen mithelfen soll, das Ticket für Tokio gegen Schweden, Slowenien und Algerien zu buchen (siehe auch Seite 26).

Der in Bensheim geborene Kohlbacher ist hingegen ein prominentes Opfer von Gislasons Kader-Puzzle. Letztlich bleiben aber auch bei der Personalie Gensheimer Fragezeichen: Der Linksaußen hatte bei der WM in Ägypten sowohl auf als auch neben dem Parkett eine eher unglückliche Figur gemacht. Nicht wenige Experten - darunter Ex-Weltmeister Markus Baur - mutmaßten danach, dass die Kapitänsbinde den 34-Jährigen eher hemme statt beflügele.

Bevor Gensheimer und Groetzki aber nach Berlin reisen, steht für die Löwen am Dienstag noch das Spitzenspiel in der European League gegen GOG Svendborg (18.45 Uhr, SAP-Arena) und die Bundesliga-Partie gegen FrischAuf Göppingen (Samstag, 20.30 Uhr, SAP-Arena) auf dem Programm. Die Löwen können aber recht locker in das Duell mit den zweitplatzierten Schweden gehen, haben sie das Ticket fürs Achtelfinale doch bereits in der Tasche. Nachdem sich die Mannheimer mit dem Punktverlust am Sonntag in Minden wohl endgültig aus dem Titelrennen der Bundesliga verabschiedet haben, bleibt die European League für die Badener nach der Corona-bedingten Absage des DHB-Pokals der letzte Wettbewerb, um in dieser Saison noch Titelträume zu realisieren.

Die vier besten Teams der Gruppe D werden im Achtelfinale Ende März "über Kreuz" auf die vier besten Mannschaften aus Gruppe C treffen - immer unter dem Vorbehalt der Corona-Pandemie und deren Folgen - zum Beispiel für Reise- und Quarantäne-Bestimmungen.

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Mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit wird der Achtelfinal-Gegner der Löwen RK Nexe heißen. Die Kroaten liegen aktuell auf Platz vier in Gruppe C, können auf keinen Fall mehr Fünfter und nur noch unter ziemlich abenteuerlichen Umständen Dritter werden. Werden tatsächlich die Kroaten zum Löwen-Gegner, kommen auf die Mannen um Kapitän Gensheimer am 23. und 30. März zwei ernstzunehmende K.o.-Duelle zu. So verloren die Jungs von Hrvoje Horvat beispielsweise ihr Heimspiel gegen das Top-Team aus Montpellier gerade mal mit einem Tor (22:23), schlugen sogar die ebenfalls besser platzierten Handballer von ZSKA Moskau 32:31. Gegen den SC Magdeburg hingegen setzte es zwei deutliche Niederlagen (24:32 zu Hause, 23:28 beim SCM).