Meinung

Kommentar zur Saison des TV Hüttenberg: am Optimum

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VRM Redaktion
Zwei Gründe für den Hüttenberger Erfolg: Spielmacher Dominik Mappes (r.) und Trainer Johannes Wohlrab. Foto: Jenniver Röczey

Unser Redakteur Tim Straßheim kommentiert die Saison des Handball-Zweitligisten. Er sagt: Mit Rang vier müssen alle Beteiligten hochzufrieden sein.

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Zwei Siege mehr, und schon wäre die 1. Bundesliga perfekt gewesen. So könnte so mancher Fan (und vielleicht auch Spieler oder Funktionär) des TV Hüttenberg denken. Aber das ist der falsche Ansatz. Rang vier ist eine hervorragende Platzierung für den TVH. Er ist damit am Optimum. Denn wir dürfen nicht vergessen, dass das selbsternannte "Original aus Mittelhessen" in der vergangenen Saison noch um den Klassenerhalt gezittert hatte.

Trainer Johannes Wohlrab und auch das Gros seiner Mannschaft wissen, wo sie herkommen. Ausnahmespieler Dominik Mappes hievte nach seiner Rückkehr die Mannschaft gleich auf ein anderes, besseres Niveau. Nun, nach seinem Abgang, ist es für den Kader gut, dass er sich in aller Ruhe in Liga zwei weiterentwickeln und den nächsten Schritt machen kann. Ein Aufstieg hätte eine Dynamik mit sich gebracht, die dieser jungen Truppe nicht gutgetan hätte. Hinzu kommt: Die Leistung des TV Hüttenbeg war auch deshalb so gut, weil etablierte Vereine schwächelten. Es spricht Bände, dass mit dem ASV Hamm-Westfalen eine Mannschaft mit 27 Verlustpunkten aufsteigt.

Nun gilt es für den Turnverein aus Hochelheim und Hörnsheim erst einmal, die nun zu Ende gegangene Spielzeit zu bestätigen. Die Voraussetzungen dafür sind gegeben. Die Verantwortlichen haben ihre Hausaufgaben gemacht und das Team sinnvoll ergänzt. Wohlrab wird die vielen Talente weiterhin fördern und fordern. Wenn dann wieder nur zwei Siege zum Aufstieg fehlen, darf man sich eventuell ärgern. In dieser Runde aber definitiv nicht.

Von Tim Straßheim