Den Sport trifft es erneut hart

(jk) Seit Ende vergangener Woche ist die aktualisierte Fassung des Bundesinfektionsschutzgesetzes zum 24. April inkraftgetreten. Damit wurden Verordnungen seitens des Kreises...

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HOCHHEIM. (jk) Seit Ende vergangener Woche ist die aktualisierte Fassung des Bundesinfektionsschutzgesetzes zum 24. April inkraftgetreten. Damit wurden Verordnungen seitens des Kreises obsolet oder mussten entsprechend den gesetzlichen Vorgaben angepasst und konkretisiert werden.

Die Stadt Hochheim reagierte auf die neuen gesetzlichen Bestimmungen und in Absprache mit Bürgermeister Dirk Westedt informierte Bürger- und Vereinsreferent Klaus-Dieter Jung die sporttreibenden Vereine am vergangenen Wochenende in einem Schreiben über die neue Situation.

Denn die im Gesetz enthaltenen Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben Auswirkungen auf den Sportbetrieb der Vereine.

Liegt die Sieben-Tages-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt drei Tage in Folge über 100 (im Main-Taunus-Kreis liegt der Inzidenzwert Stand aktuell weit darüber), greift am übernächsten Tag die im Bundesinfektionsschutzgesetz neu aufgenommene „Bundesnotbremse“.

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Das bedeutet dann für den Freizeit- und Amateursportbereich im Klartext: Personen ab Vollendung des 14. Lebensjahres dürfen kontaktlosen Individualsport nur noch allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands ausüben.

Bei Kindern bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres gilt die Regelung, dass Sport im Freien in Gruppen von höchstens fünf Kindern ausüben dürfen inklusive einer Anleitungsperson, also Trainerin oder Trainer, Übungsleiterin oder Übungsleiter.

Zu Beginn der Woche klärte sich zudem am Montagmorgen die offene Frage, ob diese Anleitungspersonen einen aktuellen negativen Corona-Test vorzulegen haben und die Abteilungsleitung dies dokumentieren muss. Wie das Landratsamt durch seine Pressestelle verlauten ließ, brauchen Übungsleiterinnen und Übungsleiter in Sportvereinen keinen Negativtest, wenn sie mit Kindern Sport machen.

In Hochheim ist eine Nutzung der städtischen Sporteinrichtungen im Freien wie die Richard-Basting-Sportanlage oder andere von der Stadt zur Verfügung gestellte Freiflächen, etwa auf dem Weihergelände, möglich, als auch städtische Indoor-Lokalitäten wie die Georg-Hofmann-Halle und Sport- und Kulturhalle in Massenheim. Bei den Indoor-Aktivitäten sind zudem entsprechend den räumlichen Verhältnissen weitere Einschränkungen mitzuberücksichtigen.

Grundsätzlich gilt, dass eine Nutzung der Einrichtungen nur unter strikter Beachtung und Einhaltung der beschriebenen Ausnahmeregelungen möglich ist. Für eine Nutzung der Einrichtung muss im Vorfeld die erforderliche Genehmigung der Stadt eingeholt werden.

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Das Land Hessen hat die Regelungen aus dem Bundesinfektionsschutz übernommen. Die Bundesnotbremse (ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100) gilt zunächst bis zum 30. Juni 2021.

„Uns ist bewusst, dass die nun geltenden Regelungen für unsere Sportvereine mit erheblichen Einschränkungen verbunden sind. Diese sind jedoch wichtig, damit wir alle zusammen der Pandemie hoffentlich bald ein Ende bereiten können“, heißt es in dem Schreiben der Stadt an die Vereine.

Grundsätzlich prekär ist die Situation für alle Jugendlichen ab dem 14. Lebensjahr, die sich nicht mit ihren Freunden gemeinsam bewegen dürfen. Hinzu kommt die strikte und pandemiebedingt notwendige Begrenzung auf die kontaktlose Ausübung einer Sportart. Das heißt auch für die Ausnahme des Gruppensports zu je fünf Teilnehmern für Kinder unter 14 Jahren sind nur „gemeinsame“ individuelle Fitness- oder Technikübungen unter Einhaltung der Abstandsregeln erlaubt.