Trainertrio „Tenki“, „Bomber“ und „Pipo“

Trainer Pascal „Tenki“ Tenkotten. Foto: Stefanie Aslani-Fard

(rg). Mit Pascal „Tenki“ Tenkotten, Sven „Bomber“ Hofmann und Philipp „Pipo“ Leib wurde für die zweite Mannschaft im vergangenen Sommer ein neues Trainergespann...

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HOCHHEIM. (rg). Mit Pascal „Tenki“ Tenkotten, Sven „Bomber“ Hofmann und Philipp „Pipo“ Leib wurde für die zweite Mannschaft im vergangenen Sommer ein neues Trainergespann installiert. Die Hochheimer „ménage à trois“ präsentiert sich ganz stilsicher in einem gemeinsamen Interview mit René Geilert.

Trainer Pascal „Tenki“ Tenkotten. Foto: Stefanie Aslani-Fard
Co-Trainer Philipp „Pipo“ Leib. Foto: Stefanie Aslani-Fard
Co-Trainer Sven „Bomber“ Hofmann hilft auch schon mal aus, wenn „Not am Mann“ ist. Foto: René Geilert

Tenki, wie verlief Deine bisherige Fußballerkarriere vor dem Wechsel zur Spielvereinigung?

Grundsätzlich ist diese recht überschaubar: In meiner Jugend habe ich für die Spielvereinigung Marl gespielt und danach in der A-Jugend für die Tus 05 Sinsen (in bin ein Kind aus dem Pott). Vor acht Jahren, mit meinem Umzug nach Hochheim, habe ich mich als Aktiver der Spielvereinigung angeschlossen und bin später auch als Trainer der 2. Mannschaft tätig geworden. In der Saison 2019/2020 trainierte ich die 2. Mannschaft der SV Amöneburg/Kostheim und seit dieser Saison wieder „die Zweite“ von Hochheim.

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Bomber, Du warst bekanntlich ein großes Talent?

Das stimmt. (schmunzelt) Angefangen hat meine „Karriere“ im zarten Alter von sechs Jahren in der damaligen F-Jugend der Spvgg. Hochheim. Auch wenn die Millionen natürlich verlockend waren, habe ich seitdem nie bei einem anderen Verein gespielt. Außerdem waren andere Vereine als Sechsjähriger nur schwer mit dem Fahrrad erreichbar und das damalige Scouting bei der Spielvereinigung war sehr aktiv (lacht).

Es gab eine mehrjährige schöpferische Pause in meiner Laufbahn, nach der ich letztlich aber wieder den Weg an den Wasserturm gefunden habe. Neben den Einheiten der SoMa (Anmerkung Geilert: „Sondermannschaft“ gleich Alte Herren“) – Gruß an dieser Stelle an alle alten Hasen – engagiere ich mich seit Anfang der laufenden Saison im Trainerteam der zweiten Mannschaft als Co-Trainer, zusammen mit Trainer Pascal Tenkotten und dem zweiten Co-Trainer Philipp Leib. Wenn Not am Mann ist, schnüre ich selbst auch noch mal die Töppen und unterstütze die „Zweite“, wie man auf dem beigefügten Foto sehen kann.

Und wie war es bei Dir, Pipo?

Ich spielte sehr lange Handball, aber meine besten Freunde waren alle beim Fußball. Also wechselte ich 2001 zur Spielvereinigung 07. Ich spielte von der Bezirksliga bis zur Kreisliga C. Mein größter Erfolg war die Relegation für die damalige Bezirksoberliga, welche wir aber leider nicht geschafft haben. Darüber hinaus war der Aufstieg mit der zweiten Mannschaft bis in die A-Liga ein großer Erfolg. Danach folgte eine harte Zeit mit Abstiegen bis in die C-Liga. Zu meiner Trainerkarriere kann ich nicht viel sagen, sie beginnt erst.

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Wie kam es zum (erneuten) Wechsel zur Spielvereinigung Hochheim, Tenki?

Im Mai 2020 traf ich mich mit dem damaligen Trainerteam der 1. Mannschaft (Patrick Kiewel und Albert Aslani-Fard) und Dir. Damals war aber noch sehr viel Theorie und ich sagte für den Moment ab. Wir blieben aber natürlich die ganze Zeit in Verbindung und ich sah mit Freude, dass tatsächlich sehr viel Positives passierte. Ich war dann immer wieder zu Freundschaftsspielen am Sportplatz und nach einem solchen setzte mir Patrick Kiewel bezüglich einer Trainertätigkeit in der 2. Mannschaft die sprichwörtliche Pistole auf die Brust. Zwischenzeitlich bereute ich mehr oder weniger auch meine frühere Absage und so sagte ich umgehend zu.

Habt ihr ein Lebensmotto?

Tenki: „Weine nicht, dass es vorbei ist, sondern freue Dich, dass es so schön war und fordere Dich, dass es zukünftig noch besser wird.“

Bomber: „Bezogen auf Fußball? Wer zurückzieht, wird sich weh tun! Bitte einmal bei Tobias Lepka nachfragen.“ (lacht)

Pipo: „Arbeite hart, spiele hart.“

Eure Lieblingsvereine?

Tenki: „Der ruhm- und glorreiche FC Schalke 04“.

Bomber: „Der 1. FSV Mainz 05, Tenki und ich sind absolute Masochisten“.

Pipo: „Mein Lieblingsverein ist die Spielvereinigung Hochheim ganz dicht verfolgt von der Frankfurter Eintracht!“

Welche Funktionen habt ihr bei der Spielvereinigung?

Tenki: „Ich fungiere als Trainer der 2. Mannschaft.“

Bomber: „Ich bin als Co-Trainer 2. Mannschaft tätig und aushilfsweise auch Innenverteidiger bei der Zweiten.“

Pipo: „Wie Bomber bin ich als Co-Trainer der 2. Mannschaft tätig und helfe auch ab und an bei Spielen aus, wenn Not am Mann ist.“

Was sind Eure größten Stärken auf/neben dem Spielfeld?

Tenki: „Als Spieler bin ich ein absolutes Kampfschwein und ich gehe dahin, wo es wehtut. Als Trainer ist es das taktische Denken. Außerdem scheue ich mich nicht, gemeinsam mit den Spielern neue Dinge auszuprobieren oder auch ihnen neue Positionen zuzuweisen, um deren Stärken noch mehr zur Geltung zu bringen. Darüber hinaus sehe ich meine Stärken in der Spielanalyse und die daraus resultierenden Schlüsse abzuleiten, um unser Spiel und die Spieler besser zu machen.“

Bomber: „Ich bin ein Teamplayer, sowohl auf als auch neben dem Platz.“

Pipo: „Als eine meiner größten Stärken sehe ich meinen Ehrgeiz. Ich will einfach immer gewinnen auf dem Platz. Dann schmeckt das Bier auch einfach besser!“ (lacht)

Welche Ziele habt ihr mit der Spielvereinigung Hochheim?

Tenki: „Die Spielvereinigung Hochheim soll wieder als attraktiver Verein im Main-Taunus-Kreis wahrgenommen werden. Mit der ersten Mannschaft sind wir da auf einem sehr guten Weg. Die zweite Mannschaft wurde in den letzten Jahren (gezwungenermaßen) nicht mit der größten Priorität versehen. Daran arbeiten wir sehr intensiv und wollen kurz- und mittelfristig den Aufstieg in die B-Klasse erreichen und uns da als guter Unterbau der ersten Mannschaft etablieren. Danach sehen wir weiter, aber es ist einfach wichtig, eine gute Durchlässigkeit zur 1. Mannschaft zu erreichen und auch ausreichend Druck „von unten“ auf die 1. Mannschaft zu entfachen, damit sich da und auch bei uns keiner ausruhen kann.

Meine persönlichen Ziele sind es, dass es mir gelingt, trotz meines umstrittenen Wechsels nach Amöneburg/Kostheim die kritischen Stimmen verstummen zu lassen. Denn wir drei brennen für die Spielvereinigung 07 Hochheim und wollen mit den Spielern den maximalen Erfolg. Das geht aber nur, wenn alle miteinander arbeiten, denn nur gemeinsam können wir erfolgreich sein.“

Bomber: „Zunächst ist das wichtigste Ziel, dass der Spielbetrieb endlich wieder aufgenommen werden kann.“

Pipo: „Zurzeit befinden wir uns leider mit der 2. Mannschaft auf einem Abstiegsplatz. Diese Saison ist das klare Ziel „Klassenerhalt“, danach schauen wir weiter.“

Welcher Moment vor dem Spiel ist für Euch der Wichtigste?

Tenki: Es gibt für mich zwei wichtige Momente: Zunächst ist der Tag davor für mich von großer Bedeutung. Da stimme ich mich mit meinem Trainerteam final ab, wir justieren noch mal fein, es wird eine taktische Vorgabe besprochen und festgelegt sowie die Aufstellung festgezurrt. Der zweite wichtige Moment ist fünf Minuten vor dem Anpfiff, wenn man sich in der Kabine befindet, in die Augen seiner Spieler schaut und während der Ansprache die Spannung hochfährt und das Feuer in der Mannschaft entfacht.

Bomber: Kurz vor dem Anpfiff, wenn sich die Mannschaft auf das Spiel einschwört und sich die Spannung so richtig aufbaut.

Pipo: Ich schließe mich den Jungs an, die letzten Minuten vor dem Anpfiff sind wichtig und entscheidend.

Ich danke Euch für das Interview und wünsche Euch alles Gute und vor allem Gesundheit.