Zielstrebig und mit hohem Tempo

Die Glorreichen Sieben der Hawks mit Coaches, hinten von links: Trainerin Alina Gehlhaar, Isabella Kopp, Liv Krause, Alicia Schmidt, Trainer Frank Krause; vorne: Sophia Koenen, Fenja Kochs, Jessica Tekle und Marsha Pradka. Foto: Alexander Pradka

Am Ende eines sehr einseitigen Spiels gab es für die U12-Basketballmädchen der TG Hochheim Hawks sogar Standing Ovations von den zahlreich mitgereisten Eltern und...

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HOCHHEIM. Am Ende eines sehr einseitigen Spiels gab es für die U12-Basketballmädchen der TG Hochheim Hawks sogar Standing Ovations von den zahlreich mitgereisten Eltern und Geschwistern. Diese hatten sich die Mädchen redlich verdient, hatten sie doch in ihrem Auswärtsspiel am vergangenen Samstag ihre Kontrahentinnen vom TV 1846 Groß-Gerau nach Belieben beherrscht und mit 119:25 in ihre Schranken verwiesen. Am deutlichen Sieg gab es zu keinem Zeitpunkt auch nur den Hauch eines Zweifels, von der ersten Minute an bestimmten die Hawks das Geschehen und gaben sich kaum eine Blöße. Dabei hat es schon Spieltage gegeben, die unter günstigeren Voraussetzungen standen: An diesem Wochenende konnten die Coaches Frank Krause und Alina Gehlhaar nur auf die Minimalbesetzung von sieben Spielerinnen zurückgreifen. Alicia Schmidt hatte nur einen Schuh mit nach Groß-Gerau gebracht und musste in normalen Turnschuhen auflaufen. Isabella Kopp war aufgrund einer Verletzung am Finger aus der Vorwoche leicht angeschlagen. Von den Widrigkeiten ließ sich das Team nicht unterkriegen. Im Gegenteil – Isabella Kopp sammelte wie stets mutig ihre Rebounds und kam außerdem auf 14 eigene Punkte. Alicia Schmidt war mit ihren Ersatzschuhen zweitbeste Werferin bei den Hawks und erzielte 16 Punkte. Ein starkes Debüt gab Jessica Tekle, die eigentlich dem U10-Kader angehört. Bestens von ihren Mitspielerinnen integriert agierte sie so, als ob sie schon immer zum Team gehören würde. Hier wächst das nächste Talent heran – ballsicher und mit guter Übersicht. Sie krönte ihren Auftritt mit zehn Punkten.

Liv Krause ragte aus einem dominierenden Team heraus, war von ihren Gegenspielerinnen nie zu bremsen und schraubte ihren Punkterekord auf 45. Erfreulich war der mannschaftlich geschlossene Auftritt. Es hat nicht viel gefehlt und alle sieben Mädchen hätten ein zweistelliges Ergebnis erreicht. Mit ihren acht Punkten stellte aber auch Fenja Kochs einen persönlichen Rekord auf. 14 beziehungsweise 12 Punkte steuerten Marsha Pradka und Sophia Koenen bei. Dass sich die Treffer so verteilen, ist Beleg für das von den Coaches geforderte und geförderte Zusammenspiel. Am Samstag zeichnete das Team daneben eine hohe Geschwindigkeit in seinen Aktionen aus, fast alle erfolgreichen Abschlüsse resultierten aus zielstrebig vorgetragenen Fastbreaks. Mit den überfallartigen Angriffen der Hawks waren die Gastgeberinnen völlig überfordert. Es mag bei 119 eigenen Punkten vermessen klingen, aber der einzige kleine Kritikpunkt waren tatsächlich eine Reihe ausgelassener Chancen. Wohl auch angesichts der deutlichen Überlegenheit gerieten manche Abschlüsse etwas unkonzentriert. In einem solchen Spiel ist das freilich absolut verschmerzbar. Glorreich, die Sieben.

Für die TG Hawks spielten Sophia Koenen (12), Isabella Kopp (14), Liv Krause (45), Fenja Kochs (8), Marsha Pradka (14), Alicia Schmidt (16), Jessica Tekle (10).

Von Alexander Pradka